Schweinegrippe Sind 219 Urner Kinder infiziert?

  • Publiziert: 01.10.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

SILENEN – An der Oberstufenschule Silenen ist die Schweinegrippe ausgebrochen. Stichproben haben fünf Fälle des H1N1-Virus nachgewiesen. Es ist davon auszugehen, dass weitaus mehr erkrankt sind.

Jetzt hat die Schweinegrippe den Kanton Uri in ihren Klauen. 33 Kinder der Oberstufenschule Silenen mussten Freitag mit Grippesymptomen nach Hause geschickt werden. Ein Kind musste sogar mit sehr hohem Fieber direkt ins Spital gebracht werden.

«Der erste Junge, bei dem das Schweinegrippe-Virus nachgewiesen wurde, kam aus der Oberstufe», sagt der Gemeindeschreiber Roger Metry gegenüber Blick.ch. «Bei ihm wurde direkt ein H1N1-Test durchgeführt, der positiv war», sagt Roland Hartmann, der Vorsteher des Gesundheitsamtes Uri. Daraufhin wurde am Montagabend die Oberstufe in Silenen mit 83 Schülern geschlossen. Am Dienstag folgte dann die Schliessung der Primarschulen der drei Gemeindeteile Silenen, Amsteg und Bristen. Betroffen sind hier 136 Kinder. Ebenso die Kindergärten von Silenen und Bristen mit total 26 Kindern wurden dicht gemacht.

«Weitaus mehr als fünf Schüler infiziert»

«Kurz nach der Schliessung der Oberschule wurden bei acht Kindern stichprobenartige Tests durchgeführt. Bei fünf von ihnen wurde das H1N1-Virus nachgewiesen», sagt Hartmann. «Man kann also davon ausgehen, dass deutlich mehr als fünf Schüler an der Schweinegrippe erkrankt sind. Da muss man nur hochrechnen.» Daher sei die Schliessung der Schulen und Kindergärten die richtige Massnahme gewesen.

Trotzdem sei dies kein Grund zur Panik. «Allen Kindern geht es den Umständen entsprechend gut. Sie sind zu Hause bei ihren Eltern und kurieren die Grippe aus», beruhigt Hartmann. Die Hälfte der erkrankten Kinder sei aus der Oberstufe, die andere Hälfte aus der Primarstufe. «Kindergartenkinder sind nicht betroffen.»

Schulen bleiben vorerst geschlossen

«Die Schulen werden mit grösster Wahrscheinlichkeit nach den Herbstferien den Unterricht wieder aufnehmen», sagt Gemeindeschreiber Metry. Damit bleiben sie insgesamt zweieinhalb Wochen geschlossen. (SDA/s5j)

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