Häusliche Gewalt Schübelbacher Schütze wurde schon drei Mal verhaftet

SCHÜBELBACH - SZ - Der mutmassliche Täter von Schübelbach wurde in diesem Jahr schon öfters gewalttätig. Die Polizei liess ihn jedoch laufen.

  • Publiziert: 05.07.2012, Aktualisiert: 25.07.2012
play

Jose D. (34) hat Anfang Juli seine Frau beim Bahnhof Schübelbach erschossen.

(Kapo Schwyz)

José D. (34) ist der Polizei bestens bekannt. Am 1. Januar 2012 wurde er wegen Häuslicher Gewalt festgenommen. Er musste jedoch nicht hinter Gitter, das Zwangsmassnahmegericht ordnete lediglich ein Kontakt- und Rayonverbot an.

Am 22. Februar wurde er erneut festgenommen. Wiederum wurde ein Kontakt- und Rayonverbot angeordnet – dieses Mal aber mit psychiatrischer Begleitung.

Es kam jedoch zu einer dritten Festnahme. Nun wurde er in Untersuchungshaft gesetzt. «Die Haft musste durch die Strafverfolgungsbehörden beendet werden», schreibt die Kantonspolizei Schwyz in einer Mitteilung. Ein psychiatrisches Gutachten stufte den mutmasslichen Täter als eher moderat gefährlich ein.

Ein Irrtum: José D. soll gestern am Bahnhof Schübelbach seine Frau (†30) erschossen haben und ist anschliessend geflüchtet. Laut Polizei läuft die Fahndung nach ihm immer noch auf Hochtouren.

Offenbar handelt es sich um ein Ehedrama. «Das Ehepaar hatte schon seit längerem Streit. Sie wollte die Scheidung», sagte eine Zeugin zu Blick.ch. Der Mann hätte dies aber nicht akzeptieren wollen. «Er hat ihr schon mehrmals gedroht, sie umzubringen», so die Zeugin. (woz)

Werbung überspringen

Beliebteste Kommentare

  • Nico  Staub , Bern
    Einmal mehr wird hier wiedermal alles verdreht. Die Polizei kann Personen nicht länger als 24h festhalten. Alles was danach kommt obliegt der Staatsanwaltschaft. Wenn also jemand wieder "laufen gelassen" wird, kann man kaum die Schuld bei der Polizei zu suchen. Da hat die Polizei nicht gross Einfluss darauf. Macht euch Blick doch mal eine Notiz davon.
  • Jürg  Roth , Magliaso
    In der Schweiz scheint der Schutz und das Wohlergehen von Kriminellen weit wichtiger zu sein als der Schutz und das Wohlergehen der Bevölkerung. Wenn ein Täter, der auch bei der dritten Verhaftung innerhalb weniger Monate wieder ungeschoren davon kommt, muss man sich schon fragen, ob unsere Kuscheljustiz noch alle "Tassen im Schrank" hat.

Alle Kommentare (15)

  • fritzpeter  friedli , Utzenstorf
    Es läuft einem kalt und heiss über den Rücken und man könnte erbrechen wenn wieder so ein Fall Schlagzeilen macht. Schon zum X ten mal ein Justiz Kuschelfall der das Opfer im Stich lässt. Aber dem Täter wird zum dritten mal mit Kuschelgutachter und Justiz die Freiheit gewährt bis es zur brutalen Tat kommt. In den letzten Jahren sind einige solcher Fälle in der Schweiz passiert. Wenn das der richtige Weg unserer CH und Kantons Vollzugsbehörden ist, dann gute Nacht. Es wird ja immer brutaler für den normalen Bürger in der CH, Verbrecher, Renitente, Mörder und Kriminelle werden einfach zu früh wieder in die Freiheit entlassen. Wo liegt das Problem?, kann die Justiz nicht, oder will die Justiz nicht, oder haben wir die falschen Gutachter oder nicht die richtigen juristischen Instrumente. Fragen über Fragen.
    • 05.07.2012
    • 30
    • 4
  • René  Hengartner , via Facebook
    Ja ja - dümmer als die Polizei erlaubt ... Der kleine Beamte auf Streife hat das Risiko und die auf den gepolsterten Sessel lassen die Täter wieder laufen!
    • 05.07.2012
    • 32
    • 3
  • Toni  Richter
    Das schweizer Justizsystem benötigt dringend ein Update!!!
    • 05.07.2012
    • 46
    • 3
  • Jürg  Roth , Magliaso
    In der Schweiz scheint der Schutz und das Wohlergehen von Kriminellen weit wichtiger zu sein als der Schutz und das Wohlergehen der Bevölkerung. Wenn ein Täter, der auch bei der dritten Verhaftung innerhalb weniger Monate wieder ungeschoren davon kommt, muss man sich schon fragen, ob unsere Kuscheljustiz noch alle "Tassen im Schrank" hat.
    • Rolf  Dolder
      Ja und dabei kam dieser Typ noch problemlos zu einer Feuerwaffe. Nehme mal ganz sicher fest an, dass dies nicht legal geschah!
      • 05.07.2012
      • als Kommentar auf Jürg  Roth , Magliaso
      • 17
      • 1
  • Haerdi  Roger , via Facebook
    Es ist ja nur ein Einzelfall!!!Die linken lassen Grüssen!
    • 05.07.2012
    • 17
    • 3
Seite 1 2 3 »
Seitenanfang

Top 3

1 Einbürgerung gestoppt Bordell-König darf (noch) nicht Schweizer werdenbullet
2 Mit Pony unterwegs 54-Jähriger stürzt 40 Meter in die Tiefe – totbullet
3 In der Badi Morschach Bub (4) wäre fast ertrunkenbullet

Schweiz