Schleuderfahrten mit getunten Autos nerven Schwyzer Bauern Jetzt schneits wieder Rallye-Rowdys rein

IBERGEREGG SZ - Sobald der erste Schnee fällt, sind sie unterwegs: Schwyzer PS-Fanatiker testen ihre Autos auf Geländetauglichkeit. Und nerven damit die Bauern.

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Die Hobby-Rallyefahrer machen vor allem die Region Ibergeregg SZ unsicher: Spätestens wenn der erste Schnee liegt, beginnen sie mit ihrem privaten Schleudertraining. Und das nicht nur auf den Strassen. Auch angrenzendes Weideland und grössere Parkplätze werden in Mitleidenschaft gezogen. 

Rallye auf den Passstrassen

Die kurvenreichen Strassen auf die Ibergeregg und ins Sahli seien bei den Rowdys besonders beliebt, schreibt der «Bote der Urschweiz». Dort seien die Autolenker teilweise im Stile von Rallye-Fahrern unterwegs.

So wird der Naturparkplatz auf der Ibergeregg bei derartigen Aktionen regelmässig beschädigt. Neben der Parkfläche leidet auch das angrenzende Weideland, wo das aufgewühlte Kies durch die Schneeräumung landet. Im Frühjahr muss dieses mühsam entfernt werden.

Die Autospoiler bleiben liegen

Ein ähnliches Bild bietet sich im Sahli im Bisisthal SZ: «Es ist schon vorgekommen, dass bei der Sanierung der Weide im Frühling auch noch Teile von Autospoilern zusammengelesen werden mussten, bevor das Alpvieh aufgetrieben werden konnte», sagt Daniel von Euw, der Geschäftsführer der Oberallmeindkorporation Schwyz, zum «Boten der Urschweiz».

Bisher hätten sie keine Anzeige bei der Polizei gemacht – obwohl eine Autonummer bekannt sei. «Bevor wir jedoch den Halter des Autos ausfindig machen und den Lenker bei der Polizei anzeigen, geben wir ihm die Chance, sich freiwillig bei uns zu melden und den verursachten Schaden wiedergutzumachen», sagt von Euw.

Rallye-Rowdies in Schwyz: Schnee lockt sie auf die Strassen play
Der Schwyzer Polizeisprecher David Mynall weiss über die Rowdys Bescheid (Archivbild). Joseph Khakshouri

Die Schwyzer Polizei ist informiert über die Schleudertrainings. «Wir machen auf der Ibergeregg und im Bisisthal sporadisch Kontrollen, oder wenn entsprechende Meldungen bei uns eintreffen», sagt Mediensprecher David Mynall. Gegen einige Lenker wurde bereits Anzeige erstattet. (kra)

Publiziert am 12.11.2016 | Aktualisiert am 12.11.2016
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10 Kommentare
  • Jsa  Sigron aus Schangnau
    13.11.2016
    Klar muss man das irgendwo lernen! Aber sicher nicht auf einer Weide oder einem Naturparkplatz! Es gibt doch genügend andere Möglichkeiten. Als Beispiel auf der Schwägalp dort wird extra ein Teil des Parkplatzes dafür gesperrt. Fragt doch einfach mal bei Euren Versicherungen nach, die kennen andere Möglichkeiten um solche Schleuderfahrten zu üben. Warum muss dafür immer erst ein anderer leiden an Sachbeschädigung usw.?


    • Amanda  Woodward aus Schwyz
      13.11.2016
      Da haben Sie natürlich in allen Punkten recht. Aber wenn ich sowas mache auf dem Parkplatz, dann hat es extrem viel Schnee und Eis, letztes Jahr ergab es sich nur einmal. Die Strassensituation bei solchem Schneefall ist dann wirklich prekär, da bleibt man besser zu Hause und hört die Unfallmeldungen im Radio an. Aber kurz vier km liegen gerade noch drin. Ich denke also sehr wohl an die Sicherheit.
  • Burri  Jonathan 13.11.2016
    Das würde dann aber 50 bis 100 CHF Eintritt kosten, vergessen Sie nicht wir sind in der Schweiz.
  • Gustav  Broennimann , via Facebook 12.11.2016
    Da kann ich nur sagen: Auf Parkplätzen und Flugplätzen "Ja".
    Auf Weideland "Nein".
  • Namenloses  Elend 12.11.2016
    Also bei Schnee auf einem leeren Parkplatz ein bisschen rumdriften, mal das eigene Auto auf Schnee testen und ein bisschen Erfahrungen auf Schnee sammeln und Spass haben. Das haben schon unsere Eltern für zig Jahren gemacht. Was soll das rumgeheule?

    Klar auf einer Weide rum zu schleudern ist Sachbeschädigung, aber auf einem Parkplatz sehe ich da überhaupt kein Problem.
  • Amanda  Woodward aus Schwyz
    12.11.2016
    So lernt man das Beherrschen des Fahrzeugs. Selber mache ich es nie auf Wiesen sondern auf dem grossen Gemeindeparkplatz in Brunnen. Als Routinier benötige ich nur gut 360 Grad an Platz, es geht auch zwischen den geparkten Autos. Gelernt ist eben gelernt. Oh ja, natürlich ist das verboten, so wie das atmen auch.
    • Peter  Aufdermauer , via Facebook 13.11.2016
      Hallo Amanda, was für eine Frau oder was davon noch übrig ist. Intelligenz kennt wohl keine Grenzen?? Was soll das?? Seit wann braucht man, zur Beherrung eines Fahrzeuges, solche Übungen. Geht doch auf eine Rennstrecke, ist halt vielleicht nicht gratis. Warum müssen sich die Bauern, und nicht nur die, für diese Arroganz von wenigen Mitbewohner im Lande aufregen. Nehmt diesen Unmündigen einfach die Ausweise weg oder, noch besser, das Auto. Übrigens gilt dies auch für die Motorradfahrer.
    • Amanda  Woodward aus Schwyz
      13.11.2016
      Mr. Intelligent, lesen muss auch gelernt sein! Noch nie im Leben habe ich Landschaden verursacht! Ich schrieb von einem Parkplatz! Erstens bin ich auch dagegen Land zu beschädigen, und zweitens tue ich das meinem doch eher sehr teuren Auto nicht an.