LUZERN - LU - Der Regierungsrat will nicht, dass Gemeinden im Kanton Luzern selber über ihre Ladenöffnungszeiten entscheiden können.
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Passanten in der Luzerner Altstadt.
(sda)Soll man in Luzern oder in der Agglo länger shoppen können als im Rest des Kantons? Der Regierungsrat findet: Nein. Er lehnt eine Motion von David Staubli (GLP) ab. So kurz nach der Abstimmung zu längeren Ladenöffnungszeiten würde eine Annahme der Motion «als Missachtung des Volkswillen» aufgefasst, argumentiert der Regierungsrat.
Dabei wurde die Motion auch als Reaktion zur Abstimmung vom 16. Juni eingereicht. Der Kanton sagte zwar Nein, doch in der Stadt Luzern und der Agglo hätte das Volk zugestimmt. Darum wollte Staubli, dass die Gemeinden unabhängiger über die Öffnungszeiten entscheiden können.
Das Anliegen wurde auch von Vertretern der FDP, CVP, Luzern Tourismus oder der City-Vereinigung unterstützt. Dort hat man ein gewisses Verständnis für den Regierungsrat. «Wenn alle Gemeinden selber bestimmen können, gäbe es zu viel Wirrwarr», sagt Franz Stalder, Präsident der City-Vereinigung. Er hofft aber auf eine Sonderregel für Touristenorte wie Luzern oder Weggis. «Das wäre wichtig für den Tourismus.» Die Stadt kennt zwar bereits eine Sonderregel. Die gilt aber nur für gewisse Touri-Shops und nicht etwa für Kleiderläden.
Beim Detaillistenverband Kanton Luzern dagegen nimmt man den Entscheid des Regierungsrat «mit Genugtuung» zur Kenntnis.
Die Motion muss noch durch den Kantonsrat, dürfte es aber schwer haben.
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