Räuber überfallen Sepp (75) und Franz (76) in Gettnau LU «Er riss mir die Sauerstoff-Sonde aus der Nase!»

GETTNAU (LU) - Feige und gemein: Zwei Diebe haben die beiden Brüder Sepp und Franz K. überfallen – im Bett. Der jüngere hat nur mit viel Glück überlebt.

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Die beiden Brüder sitzen am Tisch im Haus von Freunden unten im Dorf Gettnau (LU). Sie sind gezeichnet von den Ereignissen der Nacht auf den 22. August. Die Männer schütteln den Kopf. «Ich hatte keine Chance mich zu wehren. Es war einfach brutal», sagt Sepp immer wieder.

Die Rentner wohnen auf einem Hügel oberhalb vom Dorf am Ende einer Strasse in ihrem Bauernhof. Der Nachbar wohnt 250 Meter weit entfernt.

Gegen 2 Uhr nachts dringen zwei maskierte Unbekannte in das Haus von Sepp und Franz ein. Sie kommen durch den vom Nachbar abgewandten Hintereingang. Die Räuber brechen das Schloss auf und schleichen sich an die Betten der beiden Brüder.

Starr vor Schreck

Der eine Räuber packt Sepp im Bett und drückt in brutal gegen die Wand. Er hat keine Chance zu sehen, wer ihn da überfällt. Als der Mann ihn auf dem Bett fixiert, zerrt er auch die sogenannte Nasenbrille vom Kopf, die ihn über einen Schlauch mit Sauerstoff versorgt. «Er riss mir die Sauerstoff-Sonde aus der Nase», sagt Sepp.

Sepp schläft im oberen Stock, Franz im unteren. Der zweite Räuber hält Franz nicht nur fest, er fesselt ihn, damit er nicht aus dem Bett steigen kann. Sepp ist starr vor Schreck. Dann durchsuchen die Männer das Haus und erbeuten ein paar wenige Franken.

«Ich habe sie nicht wegfahren sehen. Wir haben auch nichts gehört, als sie das Türschloss aufgebrochen haben. Die haben auch streng drauf geachtet, dass wir ihr Gesicht nicht sehen», sagt Sepp. «Wir können nichts über die Räuber sagen.»

Die Räuber bleiben flüchtig

Erst gegen 7 Uhr morgens schafft es Sepp aus dem Bett. Er muss sich zuerst vom Angriff aufrappeln und schliesst mit letzter Kraft das Sauerstoffgerät wieder an. Dann befreite er als erstes seinen Bruder und alarmierte die Polizei.

Bis jetzt hat die unmittelbare Fahndung noch keine Ergebnisse gebracht. Die Täter sind noch immer auf freiem Fuss.

Publiziert am 04.09.2016 | Aktualisiert am 05.09.2016
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9 Kommentare
  • Rap  Unzel aus Ksnnllae
    05.09.2016
    Das ist erst der Anfang. Die Kriminalität wird noch um ein Vielfaches zunehmen. 90 Prozent Untergetauchte sind nicht einfach ausgereist, wie man es so gerne dem Volk suggerieren möchte.
  • Anna  Rusch 05.09.2016
    Schönes und sicheres Leben in der Schweiz, toll! Warum werden wohl immer mehr Waffen legal erworben in der Schweiz, auch von Frauen?! Es ist ein Armutszeugnis unserer jetzigen Politiker, den Frieden und die Sicherheit der Schweiz in so kurzer Zeit aus dem Gleichgewicht und in Gefahr zu bringen!
  • Ludwig  Chrösius aus Ort
    05.09.2016
    Wer Aktenzeichen XY verfolgt, dem kommt unweigerlich der Gedanken dass es sich um die lieben Nachbarn aus Ost- Südosteuropa handelt, die sind für ihre perverse Brutalität, gerade auch gegen sehr alte und gebrechliche Menschen bekannt. Aber es waren bestimmt Bürger aus geznau, nur so, damit alles beim alten bleibt und man den Multikulti weiterhin hochloben kann.
  • Hans  Grüter 05.09.2016
    Die Sache erscheint mir irgendwie komisch. Wenn jemand den Hintereingang nutzt und sich im Haus scheinbar auskennt, stelle ich mir schon gewisse Fragen. Evtl. soll den beiden Angst gemacht werden, damit sie ins Altersheim ziehen? Streit in der Familie oder mit dem Nachbauern? Tönt für mich nicht nach professionellen Einbrechern.
  • Karen  Mind 04.09.2016
    Könnten auch Leute aus dem Dorf gewesen sein. Einfach schlimm heut zu Tage.