Hasch-Mami (†65) stirbt bei Polizeieinsatz in Malters LU Erst erschoss sie das Büsi – dann sich selbst

MALTERS - LU - Die Frau, die die Polizei in Malters stundenlang in Atem hielt, ist tot. Heute Mittag stürmten die Einsatzkräfte die Wohnung und fanden die 65-Jährige leblos vor.

Das sagt die Polizei

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach Absturz im April In der EU haben Super Pumas Flugverbot
2 Ausstellung erneuert Verkehrshaus Luzern eröffnet «Media World»
3 In nur 48 Stunden Volksinitiative lanciert Veganer nehmen auch...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
37 shares
30 Kommentare
Fehler
Melden

Ein Polizei-Grosseinsatz im idyllischen Malters im Kanton Luzern hat heute Mittag eine tragische Wendung genommen. Die Frau, die sich in einer Wohnung in der «alten Mühle» im Gebiet Allmend verschanzt hatte, wurde bei der Stürmung tot aufgefunden.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Suizid aus, wie sie an einer Medienkonferenz mitteilt. Die Polizisten fanden die Frau tot vor. Im Badezimmer, mit einer Schusswunde im Kopf. Neben ihr lag ihre Katze, ebenfalls tot. Bei der Stürmung um 12 Uhr hätten die Einsatzkräfte zwei Schüsse aus dem Innern der Wohnung gehört. Die Polizei habe keine Schüsse abgegeben. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Es handelt sich um eine zweistöckige Wohnung. Im oberen Stock fanden die Beamten eine mittelgrosse Idoor-Hanfplantage.

In diesem Haus in Malters LU hatte sich die Frau verschanzt. play
In diesem Haus in Malters LU hatte sich die Frau verschanzt. Google Streetview

Ausgelöst wurde der Einsatz durch ein Rechtshilfegesuch der Zürcher Strafverfolgungsbehörden. Wie die Behörden bestätigen, geht es bei dem Verfahren nicht um die Frau, sondern um ihren Sohn – sie selbst war keine Beschuldigte im Verfahren gegen mehrere mutmassliche Drogenbauern. Die Beamten waren überrascht, die Frau anzutreffen. Der Sohn wurde bereits verhaftet. Wann, ist nicht bekannt.

«Wir gingen von einer normalen Hausdurchsuchung aus»

«Ich sah, wie sich die Einheit am Mittag bereit machte und ins Haus ging. Nach einer Weile hörte ich zwei Schüsse von drinnen. Und dann fiel nochmals ein Schuss», sagt Urs Hänsli zu BLICK. Der Mann sah von seinem Betrieb aus direkt auf das Mehrfamilienhaus.

Damit nahm ein Nervenkrimi ein tragisches Ende. Begonnen hatte er gestern um 16 Uhr, als Polizisten die Wohnung durchsuchen wollten. Ausgelöst wurde der Einsatz durch ein Rechtshilfegesuch der Zürcher Strafverfolgungsbehörden.

Die 65-Jährige weigerte sich, die Tür zu öffnen. «Sie drohte, auf die Polizisten zu schiessen sowie sich selber umzubringen», sagte Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei.

Gegen 17 Uhr feuerte die Frau dann einen Schuss aus dem Fenster ab. Darauf löste die Luzerner Polizei einen Grosseinsatz aus. Kurze Zeit später standen acht Polizeiwagen, zwei Krankenwagen und eine Sondereinheit im Einsatz.

Das Gebiet um das mehrstöckige Wohnhaus wurde weiträumig abgesperrt und evakuiert. «Bereits gestern Nachmittag kam die Polizei zu uns und sagte, wir müssten raus», erzählte ein Anwohner gegenüber BLICK.

Die Beamten waren zunächst in telefonischem Kontakt mit der Verschanzten gestanden und hatten erfolglos versucht mit ihr zu verhandeln und sie dazu zu bringen, freiwillig aus dem Haus zu kommen. Der Zustand der Frau wurde als instabil bezeichnet.

Die Polizei informierte an einer Medienkonferenz über die tragischen Ereignisse. BLICK berichtete mit einem Liveticker.

Publiziert am 09.03.2016 | Aktualisiert am 10.03.2016
teilen
teilen
37 shares
30 Kommentare
Fehler
Melden

Liveticker

TOP-VIDEOS

30 Kommentare
  • Max  Brüllhardt 09.03.2016
    bravo , ein wirklich gelungener grosseinsatz der polizei. sehr einfühlsames und angemessenes verhalten. alle wussten offensichtlich von den psychischen problemen der frau und was machen diese helden ... stürmen die buden wegen ein paar hanfpflanzen ..BRAVO
    man kann nur hoffen dass diese kräfte nie mit wirklichen bedrohungen zu tun haben werden
  • Peter  Rappo aus Feldkirch
    09.03.2016
    Sorry klar ist es traurig was da passiert ist. Aber ich würde meine Hand nicht in Feuer legen ob dieses Grosi ganz unschuldig ist ? Warum war sie im Haus und lies die Polizei nicht rein ? Ja jemand muss ja die Pflanzen hegen und pflegen wen der Sohn schon im Knast sitzt. Es gibt viele alte Leute die mit Hasch und anderen Drogen handeln den Alte Leute fallen ja nicht so auf.
  • Bruno  Dreier aus Kriens
    09.03.2016
    Wegen ein wenig Gras...ein Grosseinsatz welches diese alte Frau in Panik versetzt hat. Gehts noch? Hat die Polizei nichts wichtigeres zu tun, zb Terroristische Aktivitäten aufzuspüren und so? Früher hatten alle Bauernhöfe Hanf im Garten. Was für ein Theater!
  • Philipp  Baumgartner 09.03.2016
    Als würde morgen deswegen weniger gekifft. Soll aber kein Vorwurf an die Polizei sein, die haben nur ihren Job gemacht. Für die zum Teil bekloppten Gesetze in der Schweiz können sie ja nichts dafür.
  • Rico  Fluor aus Zuerich
    09.03.2016
    Hasch Mami? Spitzen Schalgzeile Blick! Echt das letzte, woher wollt ihr überhaupt wissen dass sie selber geraucht hat?
    Traurig genung dass sie sich selber umgebracht hat wegen einer läppischen Hanfanlage. Da kommt Blick und spuckt mit einer reisscherischen Schlagzeile auf das noch nicht ausgehobene Grab der Mutter. Pfui Teufel.