Nachbar Elmir Saljevic (24) über das Todesdrama von Littau LU «Ihr Mann dachte, sie betrügt ihn»

LITTAU LU - Eigentlich galt das Ehepaar Brandao als harmonisch. Doch letzte Woche stritt es sich heftig. Die Polizei war bei der Familie und musste schlichten.

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Ricardo Brandao* (51) sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei geht davon aus, dass er am Wochenende seine Frau Ana* (†51) getötet hat. Am helllichten Tag, mitten im Luzerner Stadtteil Littau (BLICK berichtete). Er ging dabei äusserst brutal vor. Die Tatwaffe, ein Messer, wurde bereits sichergestellt. Ana hatte keine Chance. Sie wies Stich- und Schnittwunden auf, blutüberströmt lag sie vor dem Restaurant Ochsen. Der Rettungsdienst konnte nur noch ihren Tod feststellen. Nur wenige Minuten nach der Tat verhaftete die Polizei Ehemann Ricardo.

Polizeieinsatz vor der Tat

In Littau kannte man die beiden Portugiesen als harmonisches Paar. Aber: Seit einigen Tagen soll es ernsthaften Streit zwischen den Eheleuten gegeben haben. Besonders laut und heftig wurde es letzte Woche. «Die Polizei war sogar hier und musste eingreifen», erklärt Nachbar Elmir Saljevic (24). «Die Beamten parkierten direkt vor unserem Block und gingen zur Wohnung der Familie Brandao.» Er glaubt, dass der Ehemann aus Eifersucht zugestochen hat: «Ricardo dachte, seine Frau Ana betrüge ihn. Zuletzt erzählte er überall herum, sie habe einen anderen.»

Nachbar Saljevic schluckt leer, das Drama trifft ihn hart: «Seit zehn Jahren bin ich mit der Familie befreundet. Ihr Sohn ist in meinem Alter.» Der Luzerner kann es kaum fassen: «Meistens waren die beiden fröhlich. Sie gingen oft zusammen spazieren.»

Ehemann nahm starke Medikamente

Was das Paar am Samstagvormittag im Restaurant Ochsen wollte, weiss niemand. Normalerweise tranken sie ihren Kafi täglich im nahegelegenen Kebap-Haus Ali Baba. «Es ist tragisch. Sie waren Stammgäste», sagt ein Mitarbeiter zu BLICK. Und: «Zuletzt ging es Ricardo schlecht. Er hatte Knochenschmerzen, konnte kaum schlafen und nahm starke Medikamente.»

* Namen von der Redaktion geändert

Publiziert am 14.11.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016
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15 Kommentare
  • Steinle  Jeannette 14.11.2016
    Zitat: Ricardo dachte, seine Frau Ana betrüge ihn. Wo führt dass denn hin, wenn jeder zusticht der "dachte?" Auch wenn ich jetzt dafür böse Kommis ernte, solche Taten sind eine Frage der Herkunft und Mentalität. Solange diese Männer, ihre Frauen als Eigentum betrachten, wird es weiterhin solche Gräueltaten geben. Ich werde nie verstehen wieso man anhand einer Vermutung mordet.
  • Sonja  Zwicker 14.11.2016
    Portugiesen sind eigentlich von unserer Mentalität nicht so weit entfernt, wie andere Nationen. Trotzdem ist schon ein gewisser Temperaments-Unterschied erkennbar. In unserem Haus lebten auch für kurze Zeit Portugiesen, bis ihnen wegen ständiger Lärmbelästigungen gekündigt wurde. Vor allem die Frau kreischte jeweils so laut, dass ich auch schon läutete, um die aufgeheizte Stimmung etwas zu drosseln. Vielleicht kann man ja durch zeitiges Einschreiten Schlimmeres verhindern?
    • Paolo  Martinoni 14.11.2016
      Was wollen Sie damit sagen? Dass ein Schweizer nie so was machen würde? Nie die Partnerin niederstechen würde aus Eifersucht? Auch nicht aus anderen Gründen? Weil wir ein anderes Temperament haben als Portugiesen? Liebe und ruhig sind und so? Haben Sie einen Beweis dafür? Kennen Sie etwa ALLE Schweizer und ALLE Portugiesen? Wie dem auch sei: Daran, dass auch Schweizer morden, besteht kein Zweifel.
  • rolf  sulzer 14.11.2016
    Wie erschrecken es ist, dass ein Mensch so "einfach" mittels Messerstichen Jemanden ins Jenseits befördern kann. Nur zur Erinnerung, eine Statistik würde vermutlich beweisen, dass in der CH mehr Menschen mir Messern Tötungsdelikte ausgeführt und noch Lebenden Schwerstverletzungen zugeführt haben, als mit Armeewaffen. Das würde ja heissen, alle Messer im Zeughaus abgeben und bei Gebrauch dort abholen!!
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    14.11.2016
    Ich kenne viele Restaurant Ochsen und bei allen ist oder war eine Metzg und Schlachthaus angegliedert. Schrecklich diese Zusammenhänge
  • Hans  Scheidegger 14.11.2016
    Ich bin entschieden der Meinung, man sollte jetzt nicht jedes mögliche und unmögliche Detail in der Öffentlichkeit ausbreiten! Dieser tragische Fall ist schrecklich genug.
    • Tata  Tatyana 14.11.2016
      DA der Mörder vielleicht eine schlechte Jugend gehabt hat und unter Drogen oder Medikamente war kommt er wegen milderen Umständen davon mit einem Bedingten und einigen Tagessätzen Busse auf Bewährung ?
    • Anna   Santori 14.11.2016
      Und wer hilft es wenn man es verschweigt?
      Die Frau die gestorben ist? Oder warum soll man nicht darüber reden?
      Schweigen bringt gar nichts. Darüber reden schon, weil andere Frauen vielleicht schneller Hilft holen wenn der Partner durchdreht.
      Ich wurde selbst mehrmals gschlagen und gewürgt. Ich habe nie Hilfe geholt, weil ich nicht wagte. Wir hatten Kinder zusammen und er hat mich gedroht, dass er mir die Kinder wegnehmen würde wenn ich etwas erzähle. Viele Frauen bleiben viel zu lange.
    • drafi  schweizer aus berg
      14.11.2016
      so ist es halt, da passiert etwas, die Medien kommen, man wird gefragt, und ja, der eine oder andere ist dann Auskunftsfreudig und schon sind die Spekulationen im Umlauf, man sollte mit seiner Meinung oft besser zurück halten, vor allem die Medien breiten ja alles auf dem grossen Teppich der Öffentlichkeit aus, und wenn dann die Spekulationen alle daneben sind wird nichts zurückgenommen, dann Schweigen selbst die Medien
    • Felix  Saxer aus Ruswil
      14.11.2016
      Und wie früher alles unliebsame unter den Teppich wischen? Diese Zeiten sind gottlob vorbei. Darüber lesen, diskutieren und nachdenken ist viel mehr Wert als einfach so zu tun, als sei nichts passiert.
    • Sonja  Zwicker 14.11.2016
      Ich bin auch der Meinung, es soll erst dann genauer informiert werden, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind! Alle Mutmassungen und Gerüchte nützen niemandem!!! Die sensationslüsterne Meute müsste sich etwas mehr in die schreckliche Situation für Kinder und Angehörige hineinversetzen, wenn jeden Tag neue schmutzige Details veröffentlicht werden!
    • Hans  Scheidegger 14.11.2016
      Herr Saxer, grundsätzlich ist es notwendig und sinnvoll, wenn über ein solches Ereignis informiert wird. Das ist in diesem Fall ja geschehen. Wenn Sie selbst persönlich betroffen wären, würden Sie und Ihre Angehörigen es dann schätzen, wenn im Nachhinein jede Mutmassung und jede Meinung Dritter einfach so veröffentlicht würden? Ich zweifle daran.