Fertig geballert Luzerner Regierung will Killer-Games verbieten

  • Publiziert: 02.03.2010, Aktualisiert: 13.01.2012

LUZERN – Politikern sind brutale Videospiele ein Dorn im Auge. Nach Anstrengungen in Zug, Bern, St. Gallen und Fribourg gibt es nun auch in Luzern Anstrengungen für ein Verbot.

Die Luzerner Regierung stützt einen Vorstoss von SP-Kantonsrätin Jacqueline Mennel Kaeslin, der Killer-Spielen den Garaus machen will. Das berichtet die «Neue Luzerner Zeitung». Gemäss der Vorlage sollen Einfuhr und Verkauf verboten werden. Ebenso das Werben für Gewalt-Games. Mennel Kaeslin setzt sich zudem für gesetzlich verbindliche Alterslimiten ein.

Nun muss das Luzerner Parlament darüber entscheiden, ob die SP-Motion als Kantonsinitiative eingereicht wird. Der Innerschweizer Kanton wäre damit der fünfte Kanton, der sich für ein Verbot stark macht. Die Kantone Bern, Fribourg, St. Gallen und Zug haben bereits eine entsprechende Initiative eingereicht.

Auch auf Bundesebene gibt es von SP-Seite Anstrengungen, Killer-Spiele aus den Schweizer Kinderzimmern zu verbannen. Ein Vorstoss von Nationalrätin Evi Allemann wurde in der grossen Kammer durchgewunken. Der Ständerat soll noch diesen März darüber entscheiden. Keinen Handlungsbedarf sieht hingegen der Bundesrat. Für ihn reicht die heutige Gesetzgebung aus. (noo)

play Brutal: Szene aus dem Killer-Spiel «Stranglehold». (ZVG)

Top 3

1 Boom flacht ab Luzerner ÖV wächst langsamerbullet
2 Ehedrama von Perlen Filmte diese Kamera den Todesschuss?bullet
3 Schluss mit Warten In der Stosszeit mehr Busse in Zugbullet

Schweiz

Sollen Gewalt-Games in der Schweiz verboten werden?»

  • 12,7% Auf jeden Fall, denn die Gewalttätigkeit der Jugendlichen wird dadurch gefördert.
  • 87,3% Sicher nicht, es sind ja nur Spiele.