Mit Blaulicht und Sirene Luzerner Polizeiauto rast in BMW

In Luzern sind gestern Abend ein Polizeiauto und ein BMW ineinander gekracht. Die beiden Polizisten werden dabei verletzt.

  • Publiziert: 09.09.2012

Ein Leserreporter ist mit einem Kollegen auf der Luzerner Kreuzung beim Viktoriaplatz unterwegs. Von weiten fährt ein Polizeiwagen mit Blaulicht und Sirene heran. Nichts Aussergewöhnliches soweit. Doch plötzlich knallt's. Eine erschreckende Stille verbreitet sich an der Kreuzung. «Viele Leute waren total geschockt. Sie verstanden nicht, was gerade passiert war», erzählt der Leserreporter.

Der Unfall ereignet sich gestern Abend gegen 23 Uhr. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, wird eine Patrouille der Luzerner Polizei als Atemschutztruppe an einen Brandalarm an die Baselstrasse aufgeboten. Auf der Anfahrt dorthin fährt die Patrouille mit Blaulicht und Horn vom Bahnhof Richtung Pilatusplatz. Auf Höhe des Viktoriaplatzes kommt von links ein Auto gefahren.

«An der Kreuzung hat es ein Lichtsignal, das für das Polizeiauto rot und für den Personenwagen grün stand. Das Polizeiauto kam mit mindestens 60-70 km/h hinter einem Bus hervor, der Personenwagen konnte das Polizeiauto also theoretisch nicht sehen, nur hören», sagt der Leserreporter zum Unfallhergang. Die offizielle Unfallursache ist jedoch noch unklar.

«Sie hätten alle tot sein können»

Dann geht alles ganz schnell. Der Chef der Bereitschafts- und Verkehrspolizei Luzern schreibt, dass das Auto und der Patrouillenwagen frontal kollidiert seien. Die beiden Polizisten seien mit einem Rettungswagen ins Spital gefahren worden. Sie hätten sich leichte Verletzungen zugezogen, hätten das Spital nach einem medizinischen Check jedoch wieder verlassen können. Der Lenker des Personenwagens sei unverletzt geblieben.

«Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert! Die Polizisten sowie die Insassen des BMWs hatten einen grossen Schutzengel, sie hätten alle tot sein können», so der Leserreporter.

Sachschaden entstand von insgesamt über 25’000 Franken. Der Viktoriaplatz musste für rund zwei Stunden für den Normalverkehr gesperrt werden. (abü)

Beliebteste Kommentare

  • Tinu  ZH
    Die Rechtslage ist klar: Beim Überfahren eines Rotlichts mit Sonderrecht also Blaulicht und Horn eingeschaltet darf nicht schneller als mit Schritttempo gefahren werden.
  • Hans-Rudolf  Käslin , Muri
    Solange es Power-Sound-Anlagen gibt in den Fahrzeugen, ist es sehr schwierig auf die Sondersignale der Rettungs-oder Polizei Autos aufmerksam zu sein. Fahre seit 20 Jahren Rettungsfahrzeug, könnte ein Buch darüber schreiben wie Automobilisten sich verhalten wenn ein Rettungsfahrzeug mit Sondersignalen in Ihrer Nähe ist.

Alle Kommentare (15)

  • Sandra-Lia  Infanger , Soleure , via Facebook
    Man hört die Fahrzeuge tw. schon sehr früh, und schaut sich um, und sieht nichts, und plötzlich sind sie da.. Und wenn der tatsächlich für den anderen nicht erkennbar war: Soll denn jeder Autofahrer jedesmal anhalten, wenn er irgendwo eine Sirene hört?? Ich denke, es müsste darüber nachgedacht werden, ob man in Fahrzeugen mit Vortrittsrecht in Sonderfällen also mit Sirene und Blaulicht nicht eine Steuerung für Ampeln einbauen könnte. Dann könnten die nämlich in der Anfahrt alle Kreuzungen auf Rot stellen, und gefahrlos über die Kreuzung fahren. Für mehr Sicherheit und für mehr Aufmerksamkeit.
    • 10.09.2012
    • 27
    • 6
  • Leo  Erne
    Ich kenne dies aus eigener Erfahrung, egal ob bei Polizei, Ambulanz oder Feuerwehr. Es gibt immer Fahrer, die glauben sie hätten mit den Sondersignalen auf der Strasse, die Narrenfreiheit.
  • Hans  Rüegsegger , Röthenbach , via Facebook
    Hoffentlich werdn die Herren von der Polizei auch als Raser angefasst.
  • Martin  Schlatter , Oberentfelden , via Facebook
    Wie heisst es doch: Notfallfahrzeuge mit Sirene und Blaulich haben uneingeschränktes Vortrittrecht. Dies darf aber nur mit Vorsicht ausgeübt und niemals erzwungen werden. Mit einem Fehlverhalten eines regulären Fahrzeuges ist immer zu rechnen. - Leider erlebt man tagtäglich anderes.
    • Tobias  Bolliger , Niederbuchsiten
      In der heutigen Zeit gibt es leider eine Vielzahl von Verkehrteilnehmern die sich bei einem annahendem Blaulichtfahrzeug nicht RICHTIG verhalten.

      Bei diesem Fall:
      Sollte das Stimmen was dieser Lesereporter schrieb, dass das Polizeiauto mit bis zu 60 km/h hinter inem Bus hervorkam, dann steht der BMW Fahrer im RECHT.!!!
      • 09.09.2012
      • als Kommentar auf Martin  Schlatter , Oberentfelden
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  • Hans-Rudolf  Käslin , Muri
    Solange es Power-Sound-Anlagen gibt in den Fahrzeugen, ist es sehr schwierig auf die Sondersignale der Rettungs-oder Polizei Autos aufmerksam zu sein. Fahre seit 20 Jahren Rettungsfahrzeug, könnte ein Buch darüber schreiben wie Automobilisten sich verhalten wenn ein Rettungsfahrzeug mit Sondersignalen in Ihrer Nähe ist.
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