HOCHDORF - LU - Die Gemeinde Hochdorf muss ihre Finanzen in Griff kriegen und verzichtet darum auf das Fest am Nationalfeiertag.
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Hochdorf LU verzichtet auf die offizielle Bundesfeier. (Keystone (Archivbild, Oberegg AI, 2003))
Keine Rede, keine Musik, keine Gratiswurst, kein Fackelzug, kein Feuer. Die öffentliche 1.-August-Feier in Hochdorf fällt den Sparmassnahmen der Gemeinde zum Opfer.
«Ich bedaure diese Sparmassnahme, wie ich alle Sparmassnahmen bedaure», sagt Gemeindepräsident Peter Huber (FDP) zum «Seetaler Boten». Er sei bereits von mehreren Personen darauf angesprochen worden. Viele hätten Verständnis gezeigt: «Irgendwo müsse man ja mit Sparen anfangen.»
Das Fest kostete die Gemeinde rund 4000 Franken. Das klingt nach wenig. «Das Sparpaket beinhaltet viele kleine Massnahmen, die gesamthaft doch etwas ausmachen», sagt Huber zu Blick am Abend. So wurden auch Beiträge von ein paar Tausend Franken für kulturelle Institutionen oder eine Privatschule gestrichen.
Die Massnahmen seien nötig, weil das Volk im November eine Steuererhöhung abgelehnt hat. «Es stehen teure Sanierungen von Schulhaus und Turnhalle an.» Zudem steigen die Ausgaben wegen der Pflegefinanzierung oder dem neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht deutlich an.
Und auf der Einnahmenseite würden der Gemeinde im Vergleich zu früher mehrere Millionen wegen kantonalen und nationalen Steuersenkungen fehlen. Darum gebe es auch im nächsten Jahr keine Feier. «Wenn doch, müsste sie privat finanziert werden», sagt Huber.
Allgemein sei es ein Trend, dass die Leute vermehrt im privaten Rahmen feiern oder Angebote wie Brunchen auf dem Bauernhof nutzen.
Und so ist Hochdorf nicht alleine: Längst nicht jede Gemeinde veranstaltet ein offizielles 1. August-Fest. In Ebikon, Meggen oder Luzern gibts seit Jahren keines mehr. Es gibt aber privat organisierte Anlässe. In Kriens, Emmen, Horw, Zug oder Baar feiert auch die Gemeinde.
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