Grünliberale wollen Road Pricing Luzern kämpft gegen den Verkehrskollaps

LUZERN - LU - Den Luzernern gefällt ihre Stadt zwar, doch 66 Prozent stören sich am Verkehr. Road Pricing ist im Gespräch – aber der Stadtrat ist dagegen.

  • Publiziert: 23.10.2012
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Stau an der Haldenstrasse.

(Keystone)

Staus, volle Busse während den Stosszeiten und zu viele gefährliche Stellen für Velofahrer – zwei Drittel der Luzerner sehen im Verkehr das grösste Problem der Stadt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die Lustat Statistik Luzern im Auftrag des Stadtrats durchgeführt hat. 1000 Personen wurden diesen Sommer befragt.

54 Prozent wollen zur Lösung der Verkehrsprobleme mehr Geld für den Ausbau des Langsamverkehrs.

Immerhin plant die Stadt in den nächsten zwei Jahren Verbesserungen für Velofahrer an der Taubenhausstrasse, an der Bruchstrasse, beim Hirschengraben, zwischen Pfistergasse und Geissmattbrücke auf den alten Zentralbahn-Gleisen.

Auch für Busfahrer gibts Hoffnung: Die VBL wollen bis 2014 neun neue Doppelgelenk-Trolleybusse für die überlastete Linie 1 kaufen.

Road Pricing als Lösung?

Ein Road-Pricing-System zur Lösung der Verkehrsprobleme, wie es die Grünliberalen in einem Postulat vorschlagen, steht derzeit aber nicht zur Diskussion.

Der Stadtrat sei der Strassenbenützungsabgabe gegenüber zwar positiv eingestellt. Doch damit sie in einem Pilotprojekt realisiert werden könne, müsste der Bund seine Gesetze ändern. Dazu sei dieser aber zur Zeit nicht bereit.

Sobald der Bund ein Projekt zu Road Pricing lanciere, werde man sich daran beteiligen, schreibt der Stadtrat.

Wohnungsnot bereitet Luzernern Sorgen

Das zweitgrösste Problem der Stadt ist laut 19 Prozent der Befragten das Wohnungsangebot. Das haben die angenommenen Initiativen für zahlbaren Wohnraum und zur Industriestras­se deutlich gezeigt.

16 Prozent halten die mangelnde Sauberkeit für das grösste Problem, 12 Prozent die Finanzen. Danach folgen die ­Situation am Bahnhofplatz sowie die allgemeine ­Sicherheit.

Trotzdem leben 95 Prozent der Befragten gerne in Luzern. Die grösste Stärke sehen die meisten in der Schönheit der Stadt und der Umgebung, gefolgt von der zentralen Lage, dem Kultur- und Freizeit­angebot und der überschaubaren Grösse.

84 Prozent der Befragten sind zufrieden mit dem Bildungsangebot. Nur zwei Prozent wollen in diesem Bereich sparen. Apropos sparen: Dazu ist die Stadt vielleicht bald gezwungen. Nur 44 Prozent würden laut der Umfrage einer Steuererhöhung zustimmen.

Die Ergebnisse der Umfrage fliessen nun in die Gesamtplanung des Stadtrats ein. (dhs/SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Zane  Snozzi , Rothrist
    Nicht nur Luzern kämpft gegen den Verkehrskollaps.. Wann begreift man endlich, dass die Schweiz VOLL ist und es irgendwann keinen Platz mehr hat für all die, die nicht mehr gehen wollen??
  • Pesche  Lang , Bern
    Die Maske ist gefallen! Die Grünliberalen sind für neue Steuern... welche die Reichen nicht tangieren.

Alle Kommentare (7)

  • Juan  Garcia
    Tja, Roadpricing oder Vollsperrung der Städte = Tod der Wirtschaft im besagten Raum. Niemand kauft dort wo er die Ware nicht leicht aufladen kann.
    • 24.10.2012
    • 25
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  • Ewald  Rindlisbacher , Grayland
    Typisch Gruenliberale, anstatt irgendwo versuchen den Verkehr zu verfluessigen, wollen die nur Geld einnehmen. Richtige Loesungen kosten kein Geld.
    • 24.10.2012
    • 23
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  • Franz  Steiger
    Es ist ja nicht nur die Innenstadt. Nachbargemeinden wie Kriens sind ebenso schlimm dran. Immer mehr Busse einsetzen ist ja eine tolle Sache, nur stehen auch diese andauern im Stau. Die einzige Lösung ist eine U-Bahn an welche die verschiedenen Knotenpunkte der Stadt und die grössten Gemeinden der Agglomeration angeschlossen sind.
    • 24.10.2012
    • 13
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  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    KKL. Schiffstation, Verkehrshaus, Gletschergarten, Bourbaki Panorama, Spiegelhalle, Kapellbrücke, Museggmauer und Spreuerbrücke. Dazu sehenswerte Museen und Kirchen am laufenden Band. Da wundert sich noch jemand, dass Luzern besucht wird. Es kommen eben nicht alle Familien mit der teuren Bahn nach Luzern.
    • 24.10.2012
    • 21
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  • Pierre  Geheim , Lucerne , via Facebook
    Das Problem von Luzern ist die ewige Cityringbaustelle, schlechte Ampelschaltungen eine Ampel ist grün, man kommt um die Ecke und die nächste Ampel ist rot - dadurch steht man mitten auf der Kreuzung und die Reisecars mitten in der Stadt die noch mehr Puff machen. Die Autobahnen sind auch jeden morgen voll. Da hilft nur noch 5 Franken pro Liter
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