Lawine tötete Bagger-Koni (†33) Bundesgericht bestätigt Verurteilung von Sicherheits-Mann

Der für die Zeit des Baus der neuen Cabrio-Bahn am Stanserhorn zuständige Sicherheitsbeauftragte ist definitiv wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

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Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Sicherheitsverantwortlichen während des Bahn-Baus am Stanserhorn gegen eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung durch das Obergericht des Kantons Nidwalden abgewiesen. Der Angestellte der Stanserhorn-Bahn wird somit mit einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 135 Franken bestraft.

Bei einem Lawinenniedergang am 24. Februar 2012 wurde der Forstwart und Bagger-Fahrer Konrad O.* († 33) schwer verletzt. Koni – wie ihn seine Freunde nannten – starb wenig später im Spital.

Daraufhin klagte die Staatsanwaltschaft den Sicherheitsverantwortlichen der Bahn sowie einen Forstwart wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht an. Letzterer wurde freigesprochen.

Gefahr tatsächlich erkannt

Beim Bahn-Mitarbeiter kommt das Bundesgericht in einem heute publizierten Urteil zum Schluss, dass das Obergericht die Sache korrekt beurteilt hat.

Es sei zu Recht davon ausgegangen, dass der Lawinenniedergang für den Sicherheitsverantwortlichen aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Informationen vorhersehbar war. Zudem habe er die Gefahr auch tatsächlich erkannt.

Warn-Mail vergessen

Am Abend vor dem Unglück wollte der Verurteilte ein Mail an all jene Personen schicken, die über die Lawinensituation informiert werden mussten. Vergessen ging dabei der Betriebsförster der Genossenkorporation Stans, die in jenem Winter für die Bauherrin die Schneeräumungsarbeiten am Stanserhorn besorgte.

Der Förster erfuhr somit nicht, dass die Strasse vom Chäscherzug aufwärts bis zur Bluematt nicht mehr befahren werden durfte. Vor Ort war die Sperrung nicht signalisiert worden.

Als Koni O. mit zwei Kollegen die von einer Lawine verschüttete Strasse räumen wollte, löste sich eine Gleitschneelawine. Der Bagger-Fahrer wurde erfasst und verschüttet. (SDA/noo)

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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