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Der Jungfreisinnige Fabian Reinhard beim Sammeln von Unterschriften. (ZVG)
Heute um 16.30 Uhr ist es so weit – die Jungfreisinnigen reichen ihre Initiative zur Aufhebung des Ladenschlussgesetzes ein. «Wir haben etwa 4700 Unterschriften gesammelt, davon waren rund 4100 gültig», sagt Nadine Felder, Präsidentin Jungfreisinnige Kanton Luzern. Nötig sind 4000 gültige Unterschriften.
Damit kommt die umstrittene Initiative vors Volk. Zudem hat der Kantonsrat – quasi als Reaktion – das Ladenschlussgesetz liberalisiert. Dagegen haben wiederum diverse Verbände das Referendum ergriffen. Kommt dieses auch zustande, hat das Luzerner Stimmvolk gleich drei Möglichkeiten: Das Ladenschlussgesetz wird abgeschafft, liberalisiert oder alles bleibt beim Alten.
Felder ist sich bewusst, dass die Initiative einen schweren Stand hat. «Es braucht noch Aufklärungsarbeit.» Viele würden annehmen, dass die Initiative sämtliche Regeln ausser Kraft setzt. «Das nationale Gesetz bleibt aber bestehen.» Demnach wären Verkäufe nach 23 Uhr oder am Sonntag weiter nur mit Ausnahmebewilligung möglich.
Und: «Die gesetzliche Wochenarbeitszeit dürfte auch danach nicht überschritten werden.» Wenn Läden länger öffnen wollen, müssten sie einfach mehr Personal einstellen. «So entstehen neue Arbeitsplätze.»
Einen Teilerfolg habe die Initiative aber bereits verbucht: «Der Kantonsrat hat die Verlängerung der Öffnungszeiten auch auf Druck unserer Initiative beschlossen.»