Kulturhaus Salle Modulabe Luzern beerdigt 208-Millionen-Projekt

In der Stadt Luzern soll kein flexibel nutzbares Musiktheaterhaus gebaut werden.

Luzern gibt Idee eines Kulturhauses Salle Modulable auf play
Das Inseli in Luzern mit dem KKL im Hintergrund: Hier sollte die Salle Modulable entstehen. Keystone/ALEXANDRA WEY

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Der Luzerner Kantonsrat hat mit 62 zu 51 Stimmen den Planungskredit für die Salle Modulabe abgelehnt, weil das 208-Millionen-Franken-Projekt für Luzern zu gross sei. Damit dürfte das Projekt im Inseli-Park neben dem KKL Luzern nicht mehr realisiert werden können.

Bei der Vorlage im Kantonsrat ging es um den kantonalen Anteil von 7 Millionen Franken an die auf 12 Millionen Franken veranschlagten Projektierungskosten.

Bei der Diskussion im Rat wogen die Pro und Contra hin und her. Viele Fraktionen und Votanten zeigten sich gespalten.

Gegen die Vorlage angebracht wurden die Kosten und die dominierende Rolle des Bermuda Trusts, der 80 Millionen an das Projekt beisteuern soll. Die Befürworter sprachen von einer einmaligen Chance für den Kultur- und Tourismusstandort Luzern.

Sprecher der obsiegenden Mehrheit hatten mehrmals erklärt, dass das Nein zum Planungskredit kein Nein für ein neues Luzerner Theater sei. Die Ablehnung sei vielmehr eine Chance für einen Neuanfang. Regierungsrat Reto Wyss hatte dagegen davor gewarnt, mit einem Nein zur Salle Modulable einen Stillstand zu riskieren. (SDA)

Publiziert am 12.09.2016 | Aktualisiert am 13.09.2016
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  • Hans  Grüter 13.09.2016
    Endlich ist dieses leidige Thema durch. Luzern hat das KKL, das Kleintheater und das Stadttheater. Der Unterhalt aller dieser "Betriebe" müssen vom Steuerzahler bezahlt werden. Die grösste Frechheit ist aber, dass auch noch die Theatertickets subventioniert sind, obwohl sich dies die reichen Besucher locker leisten könnten. Dazu noch die subventionierten "Künstler". Das Wort Kulturschaffende hat halt mit dem Schweizerdeutschen "Schaffen" ziemlich wenig zu tun.
  • Gerry  Christen aus Altdorf
    12.09.2016
    Bravo...finde den Entscheid gegen dieses sinnlose Projekt zu stimmen; sehr gut. Für das hätten sie dann wieder Geld gehabt, aber für ein neues Stadion mussten die FCL Fans 30 Jahre lang warten. Fussball ist schliesslich auch Kultur!
  • Hans Jakob  Rölli , via Facebook 12.09.2016
    Die "Kultur-Liebhaber" sollen diese Investition und die Folgekosten doch aus dem eigenen Portemonnaie zahlen.
    Wir Steuerzahler werden doch schon heute mit dem "Multi-Kulti-Verhalten" unserer verantwortlichen Regierungen abgezockt ...
  • Othmar  Kamm aus Schafisheim
    12.09.2016
    Endlich sind die Luzerner gescheiter geworden und haben dieses sinnlose Projekt beerdigt. Was braucht Luzern 2 solche Gebäude, die Unmengen an Steuergelder vernichten, also nie selbsttragend sein können und die Nachbarkantone schon heute an das KKL Millionen bezahlen müssen.
    Diese Beerdigung hat den Luzern viel Leid erspart!.
  • Poco  Loco aus Innerschweiz
    12.09.2016
    Bravo.....Sitzbänke am See müssen Private zahlen, Weihnachtsbeleuchtung jedes Jahr ein Theater wer zahlt, aber für ein 208 Millionen unnützes Projekt, nicht zu sprechen vom Unterhalt, da sind gewisse Pokitiker Feuer und Flamme. Im Volk sagt man dazu Grössenwahn.