LUZERN – Ponys lockten viele Mädchen auf seinen Hof – der heute 61-jährige Besitzer verging sich an über 20 von ihnen. Jetzt kriegte er seine Strafe.
Das Luzerner Obergericht hat einen 61-Jährigen der mehrfachen sexuellen Handlung mit Kindern schuldig gesprochen. Der Mann wurde zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt – verbunden mit einer ambulanten Behandlung.Der Verurteilte hatte zwischen 1994 und 2004 über 20 Mädchen missbraucht, wie die Ermittlungen der
Polizei ergaben. Er betrieb im Kanton
Luzern einen Ponyhof, der vorwiegend von Mädchen im Schulalter besucht wurde. Bei Reitstunden oder Kutschenfahrten war es zu zahlreichen sexuellen Übergriffen gekommen. Er berührte sie unter anderem an intimen Stellen.Psychiatrisches Gutachten ausstehendVor dem Luzerner Obergericht stand insbesondre die Frage im Vordergrund, ob der Angeklagte einer Therapie bedürfe und welche Art von Behandlung allenfalls angezeigt sei.Um diese Frage zu beantworten, hatte das Gericht ein psychiatrisches Zweitgutachten in Auftrag gegeben. Dies verhinderte ein rasches Urteil. Denn das Obergericht hatte den Fall bereits Mitte Oktober 2008 behandelt.Der Staatsanwalt verzichtete auf eine Begründung des Urteils und damit auf einen Weiterzug ans
Bundesgericht. Der Angeklagte entscheidet über einen Weiterzug nach Eingang des begründeten Urteils. Dieses wird Anfang 2010 erwartet. Das Kriminalgericht hatte den Angeklagten im September 2007 zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. (SDA)