LUZERN - LU - Die VBL identifizieren Problemzonen im Busnetz und verlangen eine Bevorteilung der Busse.
Gerade mal 13,2 km/h. So «schnell» sind die Busse der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) durchschnittlich im Kernbereich zwischen 17 und 18 Uhr. Das kostet Nerven von Passagieren und Busfahrern und führt zu Mehrkosten von 1,15 Millionen Franken pro Jahr, weil zusätzliche Busse eingesetzt werden müssen, um den Fahrplantakt einzuhalten. Darum fordern die VBL konsequente Massnahmen zur Bevorzugung des Busverkehrs.
Im heute veröffentlichten Bericht zu «neuralgischen Punkten im Busnetz» nennen die VBL Problemzonen in Stadt und Agglo und präsentieren gleich Lösungsvorschläge. Besonders kritisch ist die Situation rund um den Bahnhof. In den Stosszeiten fahren die Busse an der Pilatusstrasse im Schnitt bloss 7 km/h. Eine Lösung: mehr Tangentiallinien, damit weniger Busse zum Bahnhof fahren. Zudem schlagen die VBL vor, die Zufahrt von Pilatus- und Zentralstrasse für Autos zugunsten einer Bus- und Taxispur aufzuheben.
Nicht viel schneller gehts im Bereich Kreuzstutz voran. Helfen könnte laut VBL eine neue Ampel vor der Haltestelle Gütsch. Sobald der Bus durch ist, müsste diese auf Rot schalten. Nach dem Halt hätte er dann freie Bahn.
Mit 6,2 km/h in Stosszeiten ist die Haldenstrasse stadteinwärts ein besonders mühsamer Abschnitt. Der Vorschlag: Haltestellen sollen so umgebaut werden, dass man die Busse nicht mehr überholen kann. Autos müssten dann hinten anstehen. Die Station Europe ist bereits so gestaltet. Der Verkehrsverbund Luzern schlägt diese Lösung auch in Kriens vor.
Insgesamt behandelt der VBL-Bericht 12 Problemzonen. Gemeinden oder Kanton erarbeiten teils bereits Massnahmen – etwa am Bahnhof. Die VBL hoffen, dass ihre Vorschläge ebenfalls in die Planung einfliessen. Was umgesetzt wird, ist aber noch offen. Neben den VBL fordert auch der Verkehrsverbund Verbesserungen.
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