Harte Strafe für Luzerner Polizeichefs Wenns gefährlich wird, dürfen sie nicht ausrücken

MALTERS LU - Wegen dem Fall Malters stellt der Luzerner Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker zwei Polizei-Kadermitglieder kalt. Bei Piketteinsätzen und wenn Leib und Leben bedroht ist, müssen sie auf dem Posten bleiben. Dafür rücken ihre Stellvertreter aus.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 In nur 48 Stunden Volksinitiative lanciert Veganer nehmen auch Luzern...
2 Messerattacke an Techno-Party BLICK-Held für Prix Courage nominiert
3 Harte Strafe für Luzerner Polizeichefs Wenns gefährlich wird, dürfen...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Der Polizeieinsatz in Malters LU vom letzten März, bei dem sich eine Frau selbst getötet hatte, hat für Polizeikommandant Adi Achermann und den Chef der Kriminalpolizei, Daniel Bussmann, Konsequenzen. 

Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker (SVP) hat heute verkündet, dass die beiden Polizei-Kadermitglieder ab sofort keine heiklen Einsätze mehr leiten dürften. «Unter heiklen Einsätzen sind insbesondere polizeiliche Interventionen zu verstehen, bei denen möglicherweise Leib und Leben von Beteiligten und unbeteiligten Dritten gefährdet sind», lässt Winiker auf Anfrage von BLICK verlauten.

«Bei Einsätzen kommen die Stellvertreter zum Zug.»

Nun ist bei einem Polizeieinsatz nicht immer klar, ob dieser sich als heikel herausstellt. Ob Daniel Bussman dann den Ort des Geschehens einfach verlassen muss, wollte Winiker nicht kommentieren. Lediglich: «Bei Einsätzen kommen die Stellvertreter zum Zug.» Sprich, wenn es gefährlich wird, müssen beide Chefs auf dem Polizeiposten bleiben.

Denn gerade Bussmann würde in seiner Funktion als hochrangiger Fachoffizier bei Einsätzen fast zwangsläufig in eine leitende Position gerückt. «Dies wollen wir mit dieser Massnahme vermeiden», sagt Winiker.

Der Regierungsrat meint jedoch, dass Achermann sowie Bussmann ihre Führungsfunktionen gegenüber dem Korps und gegenüber der Kriminalpolizei unverändert wahrnehmen könnten.

Nicht mehr als Pikettoffiziere eingeteilt

Trotzdem: Nebst heiklen Einätzen dürfen die beiden auch nicht mehr als Pikettoffiziere in den Dienstplan eingeteilt werden. «Bei Einsätzen kommen ebenfalls die Stellvertreter zum Zug.»

Die Massnahme gilt bis zum Abschluss der Untersuchung zum Fall Malters. Bei diesem hatte sich eine Frau selbst getötet, nachdem die Polizei ihr Haus gestürmt hatte. Dieser Einsatz war trotz Abraten eines Polizeipsychologen vor Ort erfolgt. (nbb)

Publiziert am 22.09.2016 | Aktualisiert am 22.09.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden