Lastwagenbrand Gotthard-Tunnel wieder offen

GÖSCHENEN - UR - Im Gotthard-Strassentunnel hat am Samstagmorgen ein Lastwagen gebrannt. Der Tunnel musste kurzzeitig gesperrt werden.

  • Publiziert: 20.10.2012
play Gotthard-Portal im Kanton Uri (Archiv) (Keystone)

Der Brand eines Lastwagens im Gotthard- Strassentunnel ist am Samstag glimpflich abgelaufen. Verletzt wurde niemand, doch blieb der Tunnel während über drei Stunden gesperrt.

Wie die Kantonspolizei Uri mitteilte, fuhr das italienische Sattelmotorfahrzeug um 8.10 Uhr in Göschenen in den 17 Kilometer langen Tunnel ein. Knapp vor der Mitte begann es beim Motor des Lastwagens zu brennen. Die Schadenwehr Gotthard habe den Brand innert kürzester Zeit löschen können, schreibt die Polizei. Die Kabine des Fahrzeuges sei vollständig zerstört worden.

Der Lastwagen hatte Granulat geladen. Polizeikommandant Reto Habermacher sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, die Schadenwehr habe das Feuer löschen können, bevor es auf die Ladung übergegriffen habe. Wieso der Lastwagen zu brennen begann, ist noch nicht geklärt. Eine Kollision hatte es nach Angaben der Polizei nicht gegeben.

Vorbildliches Verhalten

Personen und weitere Fahrzeuge seien nicht zu Schaden gekommen, schreibt die Polizei. Die Brandanlagen hätten einwandfrei funktioniert, und die Insassen der übrigen Fahrzeuge hätten sich vorbildlich verhalten.

Habermacher sagte, das Verkehrsaufkommen sei zur Zeit des Brandes stark gewesen. Die Autoinsassen hätten sich auf einer relativ grossen Distanz zum Brandort in die Schutzräume begeben.

Insgesamt wurden 15 Schutzräume benutzt, von denen es alle 250 Meter einen gibt. Die geflüchtete Personen konnten später die Schutzräume verlassen und in ihren Autos aus dem Tunnel fahren.

Tunnel seit 11.30 Uhr wieder offen

Der beschädigte Lastwagen konnte aus dem Tunnel geschafft werden. Der Tunnel blieb bis 11.30 Uhr gesperrt, weil das Bundesamt für Strassen ASTRA dessen Infrastruktur überprüfen musste und die Beleuchtung und Signale reparieren musste.

Der Strassenverkehr wurde während der Sperrung über den Gotthardpass umgeleitet. Die Lastwagen wurden zurückgehalten.(sda)

Beliebteste Kommentare

  • heinz  häusler
    und immer wieder die gleiche geschichte......und es gibt immer noch leute die eine 2.röhre ablehnen....!
  • Josef  Lenherr , Gams
    Gottseidank nur Sachschaden und nicht schon wieder etwas ganz Schlimmes. Es würde mich sehr interessieren, wieso ein LKW mit Dieselmotor während der Fahrt einfach zu brennen beginnt. Falls das festgestellt werden kann, bitte im BLICK veröfffentlichen. Danke

Alle Kommentare (8)

  • Martin  Ghenzi , Triengen
    Neben den Verletzen oder Toten und dem Sachschaden entsteht immer auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Das sollten wir uns ALLE bei der nächsten Abstimmung vor Augen halten.
  • Pollner  Josef
    Für Tunnelfahren sollten Lastwagen und Busfahrzeuge nicht nur über eine Abgasmarke und eine Autobahnvignette verfügen, sondern auch einen umfassenden Systemtest der die Sicherheit unmittelbarer und mittelbarer Brandschutzmassnahmen bescheinigt.
    • Roman  Küng , via Facebook
      Als Lastwagenchauffer hat man schon genug kontrollen! Und er ist in Erstfeld über das Schwerferkehrs-Kontrollzentrum gefahren. falls er da schon probleme gehabt hätte, hätte er nicht weiterfahren können!
      Und Lkws haben keine Autobahnvignette da sie ein LSVA gerät haben! und wenn noch mehr Kontrollen kommen muss mer zeit eingerechnet werden und dann steigen die transportkosten und dies wird am schluss auch der konsument zuspüren bekommen. DIe Schweiz ist ja sonst so Billig!
      • 20.10.2012
      • als Kommentar auf Pollner  Josef
      • 69
      • 16
  • Peter  Joachim , via Facebook
    Gut haben wir eine zweite Röhre, so ist das Tessin nicht wieder wegen Reparaturen am Tunnel vom Rest der Schweiz abgeschnitten, wie schon einmal.
  • Richard  Tango , Unterland
    Passiert das jetzt immer öfters???
  • heinz  häusler
    und immer wieder die gleiche geschichte......und es gibt immer noch leute die eine 2.röhre ablehnen....!
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