Fiona M. († 18) stirbt nach Ski-Sturz – trotz Helm: Die Piste war ihr zweites Zuhause

Sie liebte die Berge und den Schnee. Ausgerechnet auf ihrer Heimatpiste im Skigebiet Melchsee-Frutt OW verlor Fiona M.* († 18) am Berchtoldstag nach einem tragischen Sturz ihr Leben. Trotz Helm und sofortiger Hilfe von Kollegen, die mit ihr die Täliskipiste hinabfuhren.

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Die Pflegepraktikantin für Innere Medizin aus Sachseln OW war nahezu in jeder freien Minute auf Skis unterwegs. Ihre Eltern haben eine Ferienwohnung in der Gegend, die nur zwanzig Minuten von daheim entfernt liegt. Die Piste war ihr zweites Zuhause. «Die Todesnachricht sitzt uns allen tief in den Knochen», sagt ein Feriengast an der Liftstation Balmeregg. «Es ist so tragisch, auch weil sie so jung war.»

Am Unglückstag herrschen perfekte Bedingungen. Die Täliskipiste ist bestens präpariert. Fiona M. fährt am Mittag mit ihren Freunden eine Abfahrt. Plötzlich hebt sie wegen einer Bodenwelle ab und prallt mit dem Gesicht heftig auf den Boden. Sie verliert das Bewusstsein, wird noch auf der Piste reanimiert und von der Rega ins Kantonsspital Luzern geflogen. Dort stirbt sie am Abend an den schweren Verletzungen.

«Sie war Stammgast und kannte die Piste gut», sagt Beat von Deschwanden, Leiter Betrieb und Unterhalt der Ski­pisten Frutt. «Es ist eine beliebte Abfahrt, sehr gut markiert und breit. Auf dieser Höhe haben wir feinen Naturschnee.» Über die Unfallursache kann der erfahrene Fachmann nur spekulieren: «Die Jungen riskieren oft mehr und sind sehr schnell unterwegs.»

Fiona M. hatte grosse Zukunftspläne. Wie ihre Mutter, die als Dorfärztin eine Praxis in Sachseln betreibt, interessierte sich die Tochter für Medizin. Das Praktikum im Kantonsspital Obwalden sollte der erste Schritt ins Berufsleben werden.

Eine ehemalige Schulkameradin von Fiona M. sagt: «Sie hatte ihr Leben noch vor sich und war immer aufgestellt. Die Meldung vom Unfall hat uns alle umgehauen.»

Speziell zu ihrem Bruder hatte die Verunglückte ein enges Verhältnis. Sie sahen sich oft und hielten fest zusammen. Auf Facebook nimmt er von seiner Schwester Abschied. Auf einem Foto trägt Fiona ihn per Huckepack, beide lachen. Der Bruder schreibt dazu nur ein Wort: «Blutzbrüdaz.»

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 05.01.2016
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  • Rodolfo  Giavelottino 05.01.2016
    Was Religionen und Fanatismus bewirken, sieht man gegenwärtig am persischen Golf. Die nicht vorhandenen Götter aller Religionen lassen Dinge zu, die wir nicht verstehen, daher werfen wir uns zu Boden und beten irgendwelchen Humbug an. Religionen helfen nur, der Wahrheit nicht ins Gesicht blicken zu müssen, und den ersehnten Frieden bringen sie schon gar nicht.
    • Susanne  Reich 05.01.2016
      Meinen Sie, der Friede käme von ganz allein, ganz egal wie wir Menschen uns benehmen? Dann wundert mich es nicht, dass Menschen keine Eigenverantwortung mehr übernehmen. Alles was geschieht, verursachen wir auf eine Weise selber. Viele von uns scheinen in der Gewalt und im Krieg ihr Heil zu suchen. Dort werden sie es nicht finden und wenn es so weitergeht, ohne Einsicht, könnten noch viele Menschen darunter leiden. Meistens die Unschuldigsten.
  • michel  koeb 05.01.2016
    Schumi hat praktisch sein Leben verloren mit angeblich 25 km/h auf den Skier....Volle Abfahrt ? mindestens 60 km/h !.......und da gibts kein Pardon ....!
  • Lionel  Werren aus das Original
    05.01.2016
    Eine Ferienwohnung 20 Minuten von zuhause entfernt? Was soll daran Ferien sein?
    • michel  koeb 05.01.2016
      Das ist in der reichen Schweiz Usanz....Schein statt sein ......Viele Bieler hatten in den 60 er , ein illegales "Fischerhaus" am Bielersee.....!
    • Crisiov  Lafleur 05.01.2016
      Da stirbt ein junger Mensch unter tragischen Umständen. Und Sie beglücken uns mit Ihrer Frage, wie weit eine Wohnung entfernt sein muss, damit sie als Ferienwohnung gilt... Absolut herzlos!
  • sixtus  hochstrasser aus villmergen
    05.01.2016
    traurig, sehr traurig! aber warum muss blick alles als "DRAMA" titulieren?
    • Chäpp  Zingg aus Rheintal
      05.01.2016
      Das nervt in der Tat. Als ob das Ereignis nicht schon schlimm genug wäre. Mein Beileid an die Familie.
    • Pat  Böni 05.01.2016
      Vielleicht da es für die Familie wirklich ein Drama ist?!?!!!
  • Pedro  Steinmann 05.01.2016
    Ja auf den Pisten ist es wie auf den Strassen. Immer mehr Verkehr, immer bessere, sprich schnellere Skis und die Fahrer stossen an die Grenzen, oder auch darüber. Niemand unternimmt etwas gegen die technisch immer besseren Skis oder Bords, Geschwindigkeitskontrollen sind nicht möglich, oder absolut zu aufwendig. Die Pisten werden zu Autobahnen präpariert und die SUVA zur Kasse gebeten.