Kampfjet-Tests Emmen klönt – weils dröhnt

  • Aktualisiert am 03.01.2012
Donnervogel: Der «Gripen» aus Schweden hebt in Emmen zum Testflug ab.- Keystone

EMMEN LU – Die Testflüge zur Auswahl eines neuen Kampfjets für die Armee bringen der Luzerner Agglomerations-Gemeinde Emmen mehr Lärm. Eine Ausnahmesituation, beruhigt der Gemeinderat.

Die drei zur Auswahl stehenden Jets werden seit Juli und noch bis im Spätherbst getestet. Darum bittet der Gemeinderat die Bevölkerung um Verständnis für diese Ausnahmesituation. Zugleich betont er, dass die Lärmbelastung in Zukunft den bisherigen Rahmen nicht überschreiten soll.

Der Militärflugplatz Emmen sei in der Bevölkerung gut verankert und akzeptiert, schreibt der Gemeinderat. Das gelte auch für Lärmimmissionen in einem gewissen Ausmass. Das in den letzten Jahren erreichte Gleichgewicht sei allerdings labil.

Flugplatz ja – aber in Massen

Eine deutliche Mehrbelastung würde die Bevölkerung nicht akzeptieren. Damit spricht der Gemeinderat das Stationierungskonzept der Armee für ihre Kampfjets an. Mit dem Tiger-Ersatz muss mit mehr lauten Jet-Bewegungen gerechnet werden. Gleichzeitig steht die Schweizer Armee unter Druck: Meiringen und Sitten streben eine Entlastung ihrer Militärflugplätze an.

In den Verhandlungen über das neue Stationierungskonzept verlangt Emmen deshalb, dass die bisherige Lärmbelastung und die maximale Zahl der Flugbewegungen nicht überschritten werden dürfen. Auch soll die geltende Ruhezeitregelung weiterhin gültig bleiben. Zugleich aber will man den Militärflugplatz erhalten.

Der Gemeinderat ist im Rahmen eines Kontaktgremiums, dem auch die Luzerner Regierung angehört, im Gespräch mit der Armee. Dabei setzt er sich für die Erhaltung des Militärflugplatzes ein. Die Arbeitsplätze der Armee und der mit dem Flugplatz zusammenhängenden Industrie seien ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor, heisst es. (SDA)

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