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Kolleginnen aus Freiburg sind entsetzt. «Lucie war doch so glücklich in der Deutschschweiz», sagen sie. Gestern haben sie in Pfäffikon SZ Handzettel verteilt. Darauf das Bild der hübschen Lucie Trezzini. Am Mittwoch ist sie verschwunden.
Seit August arbeitet Lucie als Au-pair in Pfäffikon. Bei Mualla Kayihan, die einen eigenen Coiffeursalon führt. Am Mittwochnachmittag hat Lucie immer frei. So verlässt sie auch vor drei Tagen nach dem Mittagessen die Wohnung.
«Sie wollte nach Zürich», sagt Mualla Kayihan. Normalerweise komme Lucie spätestens um 22 Uhr nach Hause. «Sie ist sehr zuverlässig. Wenn etwas nicht klappt, gibt sie immer Bescheid.»
Doch diesen Mittwoch ist Lucie auch abends um zehn noch nicht zu Hause. Ihre Gastfamilie macht sich Sorgen. Kurz vor 22.30 Uhr ruft sie Lucie auf ihrem Handy an. «Es läutete zweimal», sagt Mualla Kayihan. Doch Lucie antwortet nicht. Sie reagiert auch nicht auf mehrere SMS.
Um Mitternacht wird die Polizei eingeschaltet. Auch sie glaubt nicht, dass der Teenager einfach weggelaufen ist. «Wir haben aber keine Erkenntnis, dass sie jemanden getroffen hat», sagt Florian Grossmann von der Kapo Schwyz.
Ihr letztes Lebenszeichen gab Lucie gegen 18 Uhr: ein Anruf an eine Freundin. Eine Plauderei über Belangloses. Die Polizei ortete das Handy – in Baden, hinter dem Bahnhof. Der letzte Anruf kam um 22.30 Uhr, als Muella Kayihan versuchte, sie zu erreichen.
Lucie ging fast jedes Wochenende heim nach Freiburg. Zu ihrer Mutter, einer Geografielehrerin. Gestern traf diese die Kripo in Zürich. Lucies Freunde suchen sie derweil auch auf Facebook: «Vermisst!! Hilferuf!!»
Wo ist das Mädchen? «Lucie ist bildhübsch und fällt überall auf», sagt ihre Gastmutter Mualla Kayihan. «Sie ist auch sehr offen und zugänglich. Ich hoffe, das wurde ihr nicht zum Verhängnis.»