Von wegen vermisst Der grosse Bschiss der Eritreerinnen

LUZERN - In kurzer Zeit verschwinden im Kanton Luzern sechs Frauen und Mädchen aus Eritrea und werden als vermisst gemeldet. Jetzt stellt sich heraus, dass alles ein abgekartetes Spiel war.

  • Publiziert: 28.06.2012
  • Von Gabriela Battaglia
play

Drei von sechs angeblich vermissten Eritreerinnen.

(zvg)

Ab Mai 2011 verschwanden im Kanton Luzern sechs eritreische Frauen und Mädchen. Drei davon allein innert zwei Monaten. Die Vermisstmeldung machten jeweils der Ehemann oder die Eltern der Vermissten. Alle vermissten Personen waren zuvor im Rahmen eines bewilligten Familiennachzugs in die Schweiz eingereist.

Wegen der merkwürdigen Serie von Vermisstenfällen setzte die Polizei eine Sonderkommission ein. «Wir mussten zu Beginn von allen Optionen ausgehen, auch von Entführungen im Rahmen des organisierten Menschenhandels», sagt Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft Luzern.

Schweiz als «Transitland»

Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass alles ein grosser Schwindel war. Die Vermissten waren gar nicht die Ehefrau oder die Tochter der Anzeigensteller. Sie gaben sie nur als solche aus, um sie im Rahmen des «Familiennachzugs» in die Schweiz zu holen. Die Identitäten waren aber gefälscht.

Damit der Betrug nicht aufflog, verschwanden die eingeschleusten Frauen und Mädchen kurz nach ihrer Ankunft in der Schweiz. Ihre angeblichen Verwandten gaben dann gezielt Vermisstanzeigen auf. Damit wollten sie allfällige Nachfragen oder Kontrollen der Ausländerbehörde verhindern.

Strafuntersuchung gegen sechs Personen

Die Staatsanwaltschaft hat nun gegen fünf angebliche Ehemänner und eine angebliche Mutter Strafuntersuchungen wegen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz eingeleitet.

«Die Frau etwa hatte ihre angebliche Tochter als vermisst gemeldet. Später stellte sich heraus, dass es ihre Schwester war, die nach ein paar Tagen von der Schweiz nach Schweden weiterreiste», sagt Kopp.

Die Eritreer «profitierten» bei ihrer Täuschung vom Schengenraum. «Wenn diese Personen einmal im Schengenraum sind, können sie in jedes andere Land reisen und dort einen Asylantrag stellen», sagt Kopp.

Können Sie nachvollziehen, dass die Eritreer so betrügen?»

Beliebteste Kommentare

  • andré  schaerer , lenzburg
    Wann, wann, wann wird endlich das Asylgesetz verschärft?
    Die Pianistin hat ihre Glaubwürdigkeit total verspielt. Alles nur Hinhaltetaktik!
    Es ist zum Schreien.
    • 28.06.2012
    • 43
    • 2
  • Fred   Koller
    Super! Schengen-Abkommen, ganz toll, vor allem für uns Schweizer, da haben wir aber einen super Deal gemacht, bravo! Super SP und all Ihr andern linken Vögel!
    • 28.06.2012
    • 44
    • 7

Alle Kommentare (34)

  • Ernst  Roos
    Was war den da wieder los. Sowas kann nur in der Schweiz passieren. Ich habe von Anfang an gesagt da ist etwas nicht sauber. Das hätte ich der Polizeit gleich sagen können, aber die sogenannten Experten wissen ja immer alles besser.
    • 28.06.2012
    • 24
    • 4
  • Ruedi  Schwarz , Zürich , via Facebook
    Die Flüchtlingshilfe und die lieben Linken werden wieder ihre Ausreden haben...
    • 28.06.2012
    • 30
    • 2
  • Daedalus  Aufenblatten
    Bin gespannt was die Lieben & die Netten wieder fuer Aureden parat haben..... "die armen Eritreerinnen.... wir Schweizer sind an allem schuld, die aermsten brauchen mehr Geldhilfe, sofort ganz Afrika aufnehmen" ?
    • 28.06.2012
    • 30
    • 4
    • Küsä  Born , Bern
      Naja, ich bin zwar kein Linker, aber immer noch besser als was von Reichskristallnacht und an die Wand stellen zu faseln, beziehungsweise twittern.....
      • 28.06.2012
      • als Kommentar auf Daedalus  Aufenblatten
      • 17
      • 5
  • franzl  schlecknbaur
    Aufgeflogen gut, aber nun dürften auch diese Personen für Ihre ganze Zukunft im Schengenraum gesperrt sein! Auch im Sinne eines Familien Nachzugs!
    • 28.06.2012
    • 22
    • 2
  • Mike  Sommer , Zürich
    Man darf diesen mausarmen Menschen nicht den Vorwurf machen, dass sie das - vermeintliche - Paradies ausnützen, um für sich ein besseres Leben zu erreichen. Es sollten alle Kritiker mal in den Schuhen dieser Menschen gelaufen sein, um zu verstehen. Natürlich kann man solche Machenschaften nicht tolerieren, aber das Mitgefühl habe ich allemal. Das sage ich auch als Wähler der SVP, der immer unterstellt wird, sie sei nicht human. Doch das ist eben eine grobe Vereinfachung.
    • 28.06.2012
    • 17
    • 8
Seite 1 2 3 4 5 6 7 »
Seitenanfang

Top 3

1 Einbürgerung gestoppt Bordell-König darf (noch) nicht Schweizer werdenbullet
2 In der Badi Morschach Bub (4) wäre fast ertrunkenbullet
3 Partyvolk steigt auf Bus um Ansturm auf das Zuger Nachtnetzbullet

Schweiz