LUZERN - LU - Der Buchsbaumzünsler breitet sich wieder in Luzern aus. Biologen rätseln über die Ursache.
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Befallener Buchsbaum.
(Stadt Zürich)Buchsbaumzünsler.
(Wikipedia)Es ist ein Comeback der unerfreulichen Art: Nachdem die Meldungen im letzten Jahr zurückgegangen sind, befindet sich der Buchsbaumzünsler im Kanton Luzern wieder im Vormarsch. Der aus China stammende Falter wurde in den letzten Tagen an zwei Standorten in Meggen gesichtet. Gestern hat auch die Stadt Luzern mitgeteilt, dass die Buchspflanzen beim Friedhof Friedental befallen sind. Die Stadtgärtnerei wird darum alle Buchspflanzen auf dem Friedhof mit einem biologischen Insektizid besprühen.
Warum sich der Falter wieder ausbreitet, ist noch unklar. «Wir stehen vor einem Rätsel», sagt Beat Forster, Waldschutzexperte bei der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zur «Neuen Luzerner Zeitung». Zunächst nahm man wegen der Abnahme im letzten Jahr an, dass sich das einheimische Ökosystem an den eingeschleppten Schädling gewöhnt habe. «Wir wissen einfach noch zu wenig über das Tier», sagt Forster. Es sei aber immer noch möglich, dass das Ökosystem sich an den Buchsbaumzünsler gewöhne.
Der Schädling wurde erstmals 2007 bei Basel registriert. Wahrscheinlich kam er auf importierten Buchspflanzen aus China in die Schweiz. Die Raupe des Falters frisst die Blätter, was bei starkem Befall zum Absterben der Pflanze führen kann. (dhs)
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