Büssli-Crash von Wolfenschiessen NW geklärt Der Fahrer hat den Zug übersehen

LUZERN - Die Kollision zwischen einem Kleinbus und einem Zug auf einem Bahnübergang in Wolfenschiessen von 2014 ist auf menschliches Versagen zurückzuführen. Der Fahrer des Busses habe den nahenden Zug offensichtlich nicht wahrgenommen.

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Bei einem Unfall auf dem damals nur mit einem Andreaskreuz gesicherten Bahnübergang in Wolfenschiessen NW waren am 11. August 2014 drei Personen getötet und fünf schwer verletzt worden. Bei den Opfern handelte es sich um Touristen aus Isreal, die mit einem Minibus unterwegs waren (BLICK berichtete).

Gemäss dem nun von der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) publizierten Bericht haben mehrere Faktoren zur Kollision auf der Bahnstrecke Stans-Engelberg OW geführt. Der Kleinbuslenker war nicht ortskundig. Da die Strasse parallel zur Bahnlinie verläuft, kann die Sicht auf den Zug für den Autofahrer erschwert sein. Zudem war der Übergang nur mit einem einzelnen Andreaskreuz gesichert.

Keine technischen Probleme

Technische Problem stellte die Sust keine fest. Alkohol oder Medikamente waren nicht im Spiel.

Der Lokführer hat sich korrekt verhalten. Er gab nach dem Halt in Wolfenschiessen vorschriftsgemäss ein Achtungssignal ab. Später sah er den Kleinbus, der in gleicher Richtung auf der Strasse unterwegs war.

Der Lenker des Busses bremste ab und stellte den Blinker, um nach rechts abzubiegen und den Bahnübergang zu befahren. Vor dem Befahren des Übergangs hielt er an. Der Lokführer ging davon aus, dass der Chauffeur den Zug gesehen habe. Doch dann fuhr der Minibuslenker wieder los. Der Lokführer gab ein zweites Signal ab und leitete eine Schnellbremsung ab, konnte aber eine Kollision nicht mehr verhindern.

Empfehlungen gibt die Sust in ihrem Bericht keine ab, dies weil zwischenzeitlich der Bahnübergang Allmend saniert und zusätzlich gesichert worden ist. (bau/SDA)

Publiziert am 09.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017
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1 Kommentare
  • Hermann  Gering aus Thal
    09.01.2017
    Wir bezahlen ein Bundesamt, dass nach geschlagenen 2 Jahren zu diesem, total offensichtlichen Schluss kommt. Vielen Dank dafür. Ich will mein Steuergeld zurück, sofort.