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Geschockt: Margrit T. mit Töchterchen Daniela (3) vor dem Schopf, in dem alles passierte.
Seit sieben Jahren wohnt Margrit T.* (33) mit ihrer Familie in Ebikon LU. «Bisher war es hier im Quartier immer ruhig», sagt die Hausfrau. «Doch dann sind diese Leute zugezogen.»
Der neue Nachbarsjunge Burim S.* (9) sei verhaltensauffällig. «Er redet von Gruppensex, nennt die Mädchen geile Ladys.»
Als Margrit T. die Mutter des Buben darauf anspricht, winkt diese nur ab. «Erst als andere Kinder als Zeugen dazukamen, gab der Bub es zu», sagt Margrit T. «Aber schon eine Stunde später fragte er die Mädchen, ob sie mit ihm einen flotten Dreier machen wollen.» Margrit T. informiert die Schule und schreibt der Hausverwaltung am 21. April einen Brief. Doch nichts passiert.
Dann der Schock: Als Margrit T. letzten Sonntagnachmittag zu ihrer Tochter Daniela (3) auf den Spielplatz geht, erzählt ihr ein Mädchen: «Burim sagte gerade: Jetzt habe ich Daniela gefickt.» Margrit T. sucht sofort ihre Tochter. Die Kleine bestätigt ihre schlimmen Befürchtungen. «Daniela sagte mir, dass Burim ihr im Schopf die Hosen runtergelassen habe. Dann habe er sich auch die Hosen runtergelassen.»
Die Mutter ist entsetzt! «Meine Tochter zeigte mir, welche Bewegungen Burim an ihr gemacht habe. Es waren Bewegungen wie beim Geschlechtsverkehr.» Sie fragt ihre Tochter, ob sie sich gewehrt habe. Die Kleine antwortet nur: «Burim hat doch ‹Pssst!› gesagt.»
Margrit T. ruft sofort die Polizei. Sprecher Simon Kopp bestätigt: «Die Polizei war am Sonntag vor Ort und tätigt zurzeit Abklärungen.» BLICK weiss: Die Beamten haben die Kinder getrennt voneinander befragt und die Unterwäsche der Dreijährigen zur Spurensicherung mitgenommen.
Für Margrit T. ist die Sache klar: «Das waren keine Doktorspiele. Burim hat mit Daniela etwas Sexuelles gemacht!»
Doch dem Zweitklässler droht keine Strafe. Denn: «Kinder sind erst im Alter von 10 Jahren strafmündig», so der Aargauer Jugendanwalt Hans Melliger (53).
Da der Polizeibericht aber zur Jugendstrafbehörde geht, könnte es sein, dass diese eine Gefährdungsmeldung an die Vormundschaftsbehörde macht. «Die Behörde prüft dann, ob die elterliche Sorge noch ausreichend für eine gute Entwicklung des Sohnes ist.»
Burims Mutter sagt zu den Vorwürfen nur lapidar: «Mein Sohn hat gar nichts gemacht. Und sonst soll man uns Beweise bringen.»
* Namen von der Redaktion geändert
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Nachbarsjunge Burim S.* soll die kleine Daniela missbraucht haben. (BLICK/Ralph Donghi)