Zeitumstellung: Der Osterhase ist dieses Jahr unter Zeitdruck

BERN - BE - Die Sommerzeit startet am letzten Sonntag im März, Ostern wird am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert - in diesem Jahr fällt beides auf den 27. März. Der Osterhase muss deshalb in der Nacht auf Sonntag die Eier eine Stunde früher versteckt haben.

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Schweiz

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Um 2 Uhr in der Nacht auf Ostersonntag werden in der Schweiz wie in den meisten europäischen Ländern die Uhren auf 3 Uhr vorgestellt. Wer das höchste christliche Fest in der Kirche begehen möchte, sollte daher nicht vergessen, die Uhren eine Stunde vorzustellen, und vor allem rechtzeitig aufstehen.

Die Sommerzeit dauert bis am letzten Sonntag im Oktober, dieses Jahr ist es der 30. Oktober. Dann werden die 60 Minuten wieder «zurückgezahlt». Bis dahin werden wir mit einem Extra-Stündchen Abendsonne belohnt.

Zu Beginn kann das für den einen oder anderen mühsam sein. Als Faustregel gilt: Pro Zeitzone, was einer Stunde entspricht, benötigt man einen Tag, um sich umzustellen. Damit sollte es durch die Sommerzeit zwar keine grösseren Probleme geben. Wenn man allerdings ohnehin ein Schlafdefizit aufweist, könnte es durchaus auch zu Konzentrationslücken im Strassenverkehr kommen.

Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang. Die Schweiz führte die Sommerzeit 1980 ein, um nicht zu einer Zeitinsel zu werden.

Es liegt im Interesse der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft, dass die Zeitregelung mit derjenigen der Nachbarstaaten übereinstimmt. Eine abweichende Zeitregelung bescherte der Schweiz erhebliche Nachteile, insbesondere im Geschäftsverkehr, im Transportwesen oder in der Kommunikation.

Heute ist das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) dafür zuständig, die offizielle Schweizer Zeit zu realisieren und zu verbreiten. Es betreibt in seinen Laboratorien fünf Atomuhren. In Atomuhren werden Cäsium-Atome in einem schwingenden Magnetfeld in Resonanz gebracht. Wenn man 9'192'631'770 Schwingungen des Felds gemessen hat, ist eine Sekunde vergangen.

Koordiniert und ermittelt wird die Weltzeit vom Internationalen Büro für Mass und Gewicht in Paris aus den Daten von rund 350 Atomuhren von 60 Zeitlaboratorien aus der ganzen Welt. Aus dieser leitet das METAS wiederum die offizielle Schweizer Zeit ab und verbreitet sie. Unter anderem steht unter ntp.metas.ch ein Zeitserver zur Verfügung, mit dem Computeruhren auf wenige Millisekunden genau mit der offiziellen Schweizer Zeit abgeglichen werden können. (SDA)

Publiziert am 26.03.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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Achtung: In der Nacht von Samstag auf Sonntag geht eine Stunde «verloren». Dafür werden wir ab dann mit einem Extra-Stündchen Abendsonne belohnt.(Symbolbild) play
Achtung: In der Nacht von Samstag auf Sonntag geht eine Stunde «verloren». Dafür werden wir ab dann mit einem Extra-Stündchen Abendsonne belohnt.(Symbolbild) /APA/GEORG HOCHMUTH

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