Zahlte Nef Geld?
BERN – Armeechef Roland Nef soll seiner Ex-Freundin Lynn S. Geld bezahlt haben, damit das Verfahren gegen ihn eingestellt wird.
Aktualisiert um 10:57 | 21.07.2008
Lynn S. hatte Nef im Herbst 2006 wegen Nötigung angezeigt. Zuvor hatte Nef sie mit E-Mails bombardiert und massiv belästigt (Blick.ch berichtete).
Ein knappes Jahr später zog die heute 50-Jährige ihre Anzeige zurück. Offenbar hatte sie mit Nef eine Vereinbarung getroffen, wonach er sie mit mehreren tausend Franken entschädigte! Dies berichtet Radio DRS mit Berufung auf zuverlässige Quellen.
Im Gegenzug erklärte Lynn S. sich damit einverstanden, dass das Verfahren gegen den Armeechef eingestellt werde.
Ungesetzlich ist das Zahlen von Schadensgeld freilich nicht. Laut Artikel 53 des Strafgesetzbuches kann ein Verfahren eingestellt werden, wenn der Täter den Schaden deckt oder «alle zumutbaren Anstrengungen unternommen hat, um das von ihm bewirkte Unrecht auszugleichen». Doch mit der Zahlung hat Nef eingestanden, dass die Vorwürfe der Frau gerechtfertigt waren.
Ist Nef noch tragbar?
Es wird für den Armeechef also immer brenzliger. Auch seine gestrigen Beteuerungen, das Verfahren gegen ihn habe mit häuslicher Gewalt nichts zu tun gehabt, wirken angesicht der neusten Vorwürfe hohl. Sein Rücktritt ist wohl nur eine Frage der Zeit. Selbst in den eigenen Reihen mehren sich kritische Stimmen.
Auf das mögliche Schmerzensgeld angesprochen, erklärte Michele Moor, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft, gegenüber Radio DRS: «Ich bedauere diese Nachricht. Herr Nef hat in der Anfangsphase sehr gut gearbeitet. Wenn das stimmen würde, stellt sich die Frage, ob er als Armeechef noch tragbar ist.»
Und auch SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi meint: «Ja, das Vorgehen ist nicht zu entschuldigen, und Herr Nef ist so gesehen natürlich nicht mehr tragbar. Aber derjenige, der ihn in diese Situation gebracht hat – und das ist der Vorsteher des VBS, Herr Schmid – ist ebenso nicht mehr tragbar.» (gux/num)
Ein knappes Jahr später zog die heute 50-Jährige ihre Anzeige zurück. Offenbar hatte sie mit Nef eine Vereinbarung getroffen, wonach er sie mit mehreren tausend Franken entschädigte! Dies berichtet Radio DRS mit Berufung auf zuverlässige Quellen.
Im Gegenzug erklärte Lynn S. sich damit einverstanden, dass das Verfahren gegen den Armeechef eingestellt werde.
Ungesetzlich ist das Zahlen von Schadensgeld freilich nicht. Laut Artikel 53 des Strafgesetzbuches kann ein Verfahren eingestellt werden, wenn der Täter den Schaden deckt oder «alle zumutbaren Anstrengungen unternommen hat, um das von ihm bewirkte Unrecht auszugleichen». Doch mit der Zahlung hat Nef eingestanden, dass die Vorwürfe der Frau gerechtfertigt waren.
Ist Nef noch tragbar?
Es wird für den Armeechef also immer brenzliger. Auch seine gestrigen Beteuerungen, das Verfahren gegen ihn habe mit häuslicher Gewalt nichts zu tun gehabt, wirken angesicht der neusten Vorwürfe hohl. Sein Rücktritt ist wohl nur eine Frage der Zeit. Selbst in den eigenen Reihen mehren sich kritische Stimmen.
Auf das mögliche Schmerzensgeld angesprochen, erklärte Michele Moor, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft, gegenüber Radio DRS: «Ich bedauere diese Nachricht. Herr Nef hat in der Anfangsphase sehr gut gearbeitet. Wenn das stimmen würde, stellt sich die Frage, ob er als Armeechef noch tragbar ist.»
Und auch SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi meint: «Ja, das Vorgehen ist nicht zu entschuldigen, und Herr Nef ist so gesehen natürlich nicht mehr tragbar. Aber derjenige, der ihn in diese Situation gebracht hat – und das ist der Vorsteher des VBS, Herr Schmid – ist ebenso nicht mehr tragbar.» (gux/num)
Umfrage
Soll Nef als Armeechef zurücktreten?
Ja, er ist nicht mehr tragbar.
67.33%
Nein, sein Privatleben hat nichts damit zu tun.
32.67%
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Zur Nef-Affäre
Die Nef-Affäre begann Herbst 2006. Seine Ex-Freundin Lynn S. reichte damals Anzeige wegen Nötigung gegen ihn ein. Dennoch schlug Bundesrat Samuel Schmid ihn als neuen Armeechef vor, ohne sich über das hängige Strafverfahren zu informieren. Im April 2007 unterzeichnete Nefs Ex-Freundin eine Desinteresseerklärung und die Anzeige wurde fallen gelassen. Im Juni 2007 wurde Nef zum neuen Armeechef gewählt.
Das sagen Blick.ch-Leser
- Heinz, Zürich - 17:10 | 16.07.2008
- » Nefs drei Sterne sind am Sinken. Er muss weg!
- Roger, Basel - 15:58 | 16.07.2008
- » Beide, Sämi und Nef, sofort abtreten und zu den Fehlern stehen. Das wäre Grösse!
- Kotschi, Wädenswil - 15:57 | 16.07.2008
- » Hat die zarte Flötistin vielleicht etwas überempfindlich reagiert. Heutzutage ist jeder höchst gefährdet, wenn er die Karriereleiter rauf will und das nicht allenthalebn mit Wohlgefallen aufgenommen wird. Aufgedeckte Fälle zeigen immer wieder, wie wenig es braucht um jemanden wegen Kränkung und dergleichen endgültig "abzumelen". Vielleicht passte die Musikerin ganz einfach nicht mehr in den Lebensentwurf des Mannes.
- Thomas, Zürich - 15:57 | 16.07.2008
- » Schmid und Näf müssen gehen. Sofort
- Robi, Züri - 15:56 | 16.07.2008
- » Vetterli-Wirtschaft lässt grüssen. Das Volk wird für blöd erklärt. Aber nichts neues: Die "Obersten" lassen für sich die Gesetze etwas anders laufen... Militärkader=Menschenführung. Ach ja und dann kann der Chef Schweiz nicht mal einen Korb der Freundin hinnehmen... Einfach nur peinlich das Ganze.
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