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Sie habe im Gegenteil die Gelegenheit genutzt, um die Bedeutung der Menschenrechte zu betonen, erklärte Calmy-Rey in einer schriftlichen Stellungnahme zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag». «Ich habe unsere Vorstellung der Menschenrechte im direkten Gespräch mit dem Präsidenten, mit dem Aussenminister und vor der Presse verteidigt».
«Ich betonte, dass Prügelstrafen, Amputationen und Steinigungen inakzeptabel seien», so Calmy-Rey. Sie habe Präsident Mahmud Ahmadinejad auch sagen können, dass es inakzeptabel sei, Israel von der Landkarte streichen zu wollen. «Ich sagte, dass Israel zur Staatengemeinschaft gehört.»
Auch die Kritik an ihrer Beiwohnung der Unterzeichnung eines Gas-Liefervertrages wies die Aussenministerin zurück. Der Vertrag habe eine strategische Bedeutung für die Schweiz. «Möglicherweise decken sich unsere Interessen nicht mit denjenigen anderer Länder, aber es ist meine Pflicht, sie zu verteidigen.»
Das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) habe dazu beigetragen, dass der Vertrag unterzeichnet werden konnte, erklärte Calmy-Rey weiter. Mehrere Staaten, insbesondere die USA und Israel, hatten den Vertragsabschluss stark kritisiert. (SDA)