Wohnblock voller fieser Viecher Bettwanzen-Alarm!

  • Ganzer Wohnblock in Zürich-Wollishofen befallen
  • Kammerjäger rücken aus
  • Mieter unter Schock

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Sie lauert fast unsichtbar in unseren Betten und ernährt sich leise von Menschenblut: die Bettwanze. Die kleinen Parasiten verursachen schmerzhafte Stiche und sind in der ganzen Schweiz auf dem Vormarsch. In Zürich-Wollishofen haben sie jetzt sogar einen kompletten Wohnblock verseucht.

Mieter Daniel H. (55) entsorgt gerade das Bettzeug. Er desinfiziert seine Hände und sagt: «Alle Mieter haben einen Brief vom Kammerjäger bekommen.» Mit einem Spürhund werden bald sämtliche Wohnungen nach Bettwanzen abgesucht. Die Zeit drängt, die Parasiten verbreiten sich rasend schnell. Bei der Zürcher Firma für Schädlingsbekämpfung Ratex spricht man von einer Epidemie: «Wir haben schweizweit etwa viermal so viele Fälle wie noch vor drei Jahren – vorsichtig geschätzt», sagt Geschäftsführer Fritz Zehnder (63).

Bedenklich ist: Bettwanzen verbreiten sich auch über Gemeinschafts-Waschküchen. Ein Waschgang bei 40 Grad stellt für die Tierchen kein Problem dar. «Die Wanzen bleiben in der Trommel oder auf dem Sortiertisch und übertragen sich munter von Wäsche zu Wäsche», sagt Kammerjäger Zehnder. Mit mangelnder Hygiene hat ein Befall nichts zu tun.

In Wollishofen wurden die Tiere bereits in der Waschküche nachgewiesen. Deshalb rechnet man nun mit dem Schlimmsten. Mieter Solomon Tesfamichael (34) hat es bereits erwischt. Er leidet seit einiger Zeit unter Juckreiz und Rötungen. «Ich wusste aber nicht, dass daran Bettwanzen schuld sind», sagt er mit verzweifeltem Gesichtsausdruck.

Haben sich die Parasiten erst einmal ausgebreitet, kann es richtig teuer werden. «Viele Wanzen sind gegen chemische Bekämpfungsmittel resistent geworden», sagt Kammerjäger Zehnder, «die Viecher sind clever!»

Die einzige Lösung ist dann die thermische Bekämpfung. Heisst konkret: Verseuchte Räume werden mit einem speziellen Ofen während mindestens 24 Stunden auf etwa 60 Grad aufgeheizt. Nur so kann man den Blutsaugern ein Ende bereiten. Kostenpunkt für diese Heiss-Reinigung pro Raum: bis zu 1500 Franken.

Publiziert am 01.12.2015 | Aktualisiert am 13.12.2015
Mögliche Folgen von Bett-Wanzen: Juckreiz, grossflächige Hautentzundungen und Sehstörungen. zVg

Hinterlistige Blutsauger

Mit einer Körperlänge von etwa 5,5 Millimetern sind Bettwanzen unscheinbare Tierchen. Dafür haben es die Stiche in sich: Der starke Juckreiz hält über eine Woche an. Sogar grossflächige Hautentzündungen und Sehstörungen können auftreten. Die ­Parasiten sind nachtaktiv. Sie spüren die Wärme und den Atem von schlafenden Menschen. Dann schlagen sie zu. Abgetötet werden die Insekten durch hohe Temperaturen. Also bei Verdacht auf Bettwanzen unbedingt mit über 60 Grad waschen!

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Ekelalarm im Bett Das krabbelt auf Ihrer Matratze

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31 Kommentare
  • Jsa  Sigron aus Schangnau
    01.12.2015
    Bin ich froh, hab ich ne eigene Waschmaschine:- zudem wird die regelmäßig mit Waschmaschinen-Reiniger gereinigt- gibt`s bei Coop z. B.
    Bettwäsche immer 60° Grad waschen, einmal die Woche und die Matratze lüften und im Winter mal raus in den Schnee und im Sommer an die Sonne. Auch wenn viele Hersteller behaupten, das sei nicht mehr nötig, danach absaugen....nun ja, ich will keine Bister im Bett. Zudem frische Luft im Zimmer...
  • Rolf  Merz 01.12.2015
    Also, ich habe in meinen Räumen regelmäsig einen Ozonisator im betrieb. Ich denke, dass ist effektiver und viel billiger.
    Keine Frage ist wohl, wer das Zeugs einschleppt. Im weitesten Sinne unsere Politiker.
  • Marlies  Hess aus Langenthal
    01.12.2015
    1500.- für Heissluft ist ja richtig Abzocke. Aber diese Viecher gibt es auch im Kanton Bern. Meine Arbeitskollegin ist neu anfang November in eine andere Wohnung gezügelt und hat seitdem dieses Problem. Sie hörte sagen weil der Sommer so heiss war. Sie hat eine Dachwohnung. Aber eines müsst Ihr wissen Leute. Der Vermieter muss dies bezahlen und nicht Ihr. Bei meiner Kollegin flatterte die Rechnung deswegen schon ins Haus. Sie hat es abklären lassen und muss nicht bezahlen.
  • Daniela  Bauschmann 01.12.2015
    Ich habe sofort mein Bettzeug weggeworfen.» Daniel Hoffer. Wenn ich diese Matratzenhülle sehe hätte ich die schon samt Matratze vor Zig Jahren gewechselt. PFUI !!!
  • Charles  Metzger 01.12.2015
    Volle PFZ heisst eben auch freier Grenzverkehr für Schädlinge und Krankheitserreger für Mensch, Tier und Pflanze.
    Leider hört man dazu von Gesundheitspolitikern in der Migrationsdebatte nichts.
    • Michael  Thommen 01.12.2015
      Also bitte, wollen Sie die illegal eingereisten Wanzen etwa noch rückschaffen? Man kann auch jedes Thema verdrehen.....
    • Charles  Metzger 01.12.2015
      Die Landwirtschaft kennt sogar eine innerschweizerische Tierverkehrskontrolle für sämtliche Tiere, Klauentiere müssen Ohrmarken tragen. Alles, um Krankheitsverschleppung zu vermeiden.
      Nein, für Kühe gilt die PFZ tatsächlich noch nicht.