Wissenschaftler forschen an der Unendlichkeit Die grössten Rätsel des Universums

Das Erlebnisprogramm «Treffpunkt Science City» der ETH Zürich widmet sich derzeit dem grossen Rätsel des Universums. Vorlesungen, Demonstrationen und Ausstellungen gehen der Frage nach, was beim Urknall geschah, wo das Universum endet und woran wir morgen glauben.

Der Himmel als Sternenkuppel: Dieser Holzschnitt von Camille Flammarion aus dem Jahr 1888 illustriert eine frühe Vorstellung vom All. play

Der Himmel als Sternenkuppel: Dieser Holzschnitt von Camille Flammarion aus dem Jahr 1888 illustriert eine frühe Vorstellung vom All.

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Als der erste Mensch seine Augen zum Himmel richtete, hat er sich wahrscheinlich gefragt, was da oben wohl sei. Heute, 200 000 Jahre später, stehen wir noch immer vor der gleichen Frage. Wir kennen zwar unendlich viele Details, aber noch immer nicht das grosse Ganze.

Die ETH Zürich widmet dem Universum vom 15. bis 29. März öffentliche Vorträge, Führungen und Veranstaltungen: Denken Sie mit den Forschern über die Unendlichkeit des Weltalls nach.

Wo kommt es her?
Durch das Universum kreisen 100 Milliarden Gala­xien. Unsere Milchstrasse ist eine davon, enthält Milliarden Sterne (unsere Sonne ist nur einer davon) und Planeten wie unsere Erde. Woher all das kommt, ist offen.

Wie sieht es aus?
Manche Forscher stellen sich das Universum als perfekte oder abgeflachte Kugel vor, andere ringförmig oder wie einen lang gezogenen Trichter. Bisher haben wir kein Bild davon.

Woraus besteht es?
Zwischen den Galaxien schwebt ex­trem verdünntes Wasserstoffgas. Doch 96 Prozent der Materie und Energie im All sind uns gänzlich unbekannt, vielfach sind sie auch nicht sichtbar.

Wie entstand es?
Die Urknalltheorie beschreibt, dass sich das Universum seit 13,8 Milliarden Jahren nach allen Seiten ausdehnt. Dieser Prozess setzt aber erst einige Sekundenbruchteile nach dem Urknall ein, den die Theorie selbst gar nicht beschreiben kann. Genauso ­wenig wie das, was ihn auslöste.

Was war vor dem Nichts?
Raum, Zeit und Materie sind mit dem Universum entstanden, obwohl laut den physischen Gesetzen nichts aus dem Nichts entstehen kann. Die Wissenschaft kann nicht sagen, was vor dem Universum war oder was ausserhalb von ihm existieren mag.

«Hinter allen Fragen steht die eine grosse Frage nach dem Sinn», sagt Sarah Springman (56), Professorin für Geotechnik und Rektorin der ETH. «Gibt es einen Schöpfergott? Oder ist der Mensch Produkt des Zufalls, ein bisschen Sternenstaub aus Atomen und Molekülen?» So steht am Ende des Wissens wieder der Glauben.

Während wir in der Frühlingssonne sitzen, sind es im All minus 270 Grad. Sehen Sie einmal nach oben – das Universum wartet auf Antworten.

Das Programm der ETH zum Schwerpunkt Universum finden Sie auf www.treffpunkt.ethz.ch

Publiziert am 13.03.2015 | Aktualisiert am 13.03.2015
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31 Kommentare
  • Markus  Immer aus Dumagete
    13.03.2015
    Nein - am Ende der Wissens kann es keinen "Glauben" geben. Dann wissen wir alles. Nur auf dem Weg dorthin kann man entweder "glauben" was nichts anderes heisst "nicht zu wissen"! oder hart arbeiten um das Wissen zu vergrössern. "Gott" ist eine Fiktion, die aus der begrenzten Vorstellungskraft unseres Hirns fast zwangsmässig entsteht und daher auch entsprechend viel Schaden anrichtet! Wie man gerade aktuell auf dieser Erde sehen kann! Ich bin eher für WISSEN als für "nicht Wissen".
  • Gina  Luna aus Baden
    13.03.2015
    Für alle die nach einer Antwort suchen empfehle ich,

    Stephen Hawking: Gibt es Gott ? N24 Mediathek.
  • John  Tobu 13.03.2015
    Das Universum hat mit einem Urknall oder Gott nichts zu tun, denn das Universum hat schon immer existiert und ist daher unendlich, räumlich und zeitlich. Der Urknall ist überhaupt nicht bewiesen. Die Tatsache ist, dass das Universum fraktal aufgebaut ist, d.h. der von uns sichtbare Teil ist ein winziges Teilchen in einem übergeordneten Teilchen, oder anders gesagt, die Teilchen des Atomkerns bestehen aus Miniuniversen, usw.
  • Theodor  Roost 13.03.2015
    Zum Rabe sprach die Taube,
    wo die Wissenschaft aufhört,beginnt der Glaube.
    Recht hast Du sprach jener,mit dem Unterschied jedoch,
    Wo Du glaubst, da denk ich noch.
  • T  S 13.03.2015
    Es wird alles Anders sein als es scheint!