«Wir sind extrem alarmiert» WHO rechnet mit 4 Millionen Zika-Infizierten

GENF - Die WHO will ein Notfall-Komitee wegen des Zika-Virus einberufen. Die Situation sei äusserst bedrohlich.

«Wir sind extrem alarmiert» - WHO-Chefin Margaret Chan spricht in Genf über das Zika-Virus. play
«Wir sind extrem alarmiert» - WHO-Chefin Margaret Chan spricht in Genf über das Zika-Virus. KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

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Das Zika-Virus verbreitet sich schneller als angenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht in der rasch steigenden Zahl der Erkrankungen eine sehr bedrohliche Lage. «Wir sind extrem alarmiert», sagt WHO-Direktorin Margaret Chan heute in Genf. Die Organisation rechnet mit drei bis vier Millionen Zika-Infizierten.

Darum ist das Zika-Virus so gefährlich

Deshalb beruft die WHO wegen des Ausbruchs des Zika-Virus ein Notfall-Kommitee ein. Am Montag soll entschieden werden, ob ein internationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen werde. Bislang gibt es keinen Impfstoff gegen das Virus und kein Medikament zur Behandlung Erkrankter.

Bis jetzt wurde das Virus in 22 Ländern nachgewiesen. Es grassiert derzeit vor allem in Südamerika. Inzwischen wurde es aber auch in mindestens sieben europäischen Ländern diagnostiziert. Sowohl aus Deutschland als auch aus der Schweiz wurden gestern je zwei Infektionsfälle bekannt, aus Dänemark einer.IMAGE-ERROR

Das Virus ruft bei den meisten Menschen zunächst eine lediglich milde Erkrankung mit Symptomen wie Fieber oder Hautausschlag hervor.

Es gibt jedoch vermehrt Anzeichen dafür, dass die Häufung von Mikrozephalie (Verringerung des Schädelvolumens) bei Neugeborenen auf Zika zurückzuführen ist. Im letzten Jahr wurden in Brasilien über 4000 Fälle von Mikrozephalie bei Ungeborenen und bereits über 60 Todesfälle gemeldet. (nbb)

Publiziert am 28.01.2016 | Aktualisiert am 01.02.2016
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