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«Es kommt schon vor, dass wir Dr. Sommer spielen müssen», schmunzelt Schwafli, Leiter des Contura Präventionsteams. «Die Pfadis stellen uns häufig Fragen die ihr Liebesleben betreffen. Wir geben jedoch auch bei allen anderen Problemen Tipps und Auskünfte.» Das Hilfetelefon hat seine Leitungen für jedermann offen und wurde in der ersten Woche des Lagers bereits rege genutzt.
Bei grösseren Problemen können Einheitsleiter das Care-Team kontaktieren. Fachleute aus den Bereichen Psychologie, soziale Arbeit und Seelsorge beraten die Pfadis bei Konflikten oder kritischen Situationen und können die Einheitsleiter direkt auf dem Lagerplatz unterstützen.
Mit einem «Sauwohl-Mobil» zieht das Care-Team von Unterlager zu Unterlager. «Wir wollen, dass sich jeder Teilnehmer des Bundeslagers sauwohl in seiner Haut fühlt», erklärt Jerry, Leiter einer der beiden Wanderausstellungen des Projekts «Sauwohl-Mobil» und hauptberuflich Kinderarzt. Pfadis und Leiter sollen in allen Unterlagern zu Themen wie Sexualität, Liebe, Mobbing, sexuelle Ausbeutung, Körper und Ernährung und Suchtmittel informiert werden.
Zu Beginn des Besuchs im Mobil müssen die Pfadis gleich kräftig in die Pedalen treten. Vier Minuten strampeln wird mit einem Milky Way belohnt, welches dem verbrauchten Energiewert entspricht. «Das Velo fahren soll den Kindern aufzeigen, wie viel Nahrung sie aufnehmen müssen um die entsprechende Leistung zu erbringen», sagt Stumpi, ein weiteres Mitglied des Sauwohl-Mobil-Teams. Bei den einzelnen Stellwänden werden gemeinsam über Berührungen und die damit verbundenen Gefühle diskutiert.
Zum Abschluss des Parcours darf sich jeder Teilnehmer unter Fanfarenmusik auf einen königlichen Thron setzen. Damit wird symbolisiert, dass jeder Mensch König über seinen Körper ist.