Wildtiere Jagd auf Wolf im Kanton Uri kostet gegen 44'000 Franken

ALTDORF - UR - Die Jagd auf den Wolf im Kanton Uri im letzten Juli hat laut Angaben des zuständigen Regierungsrats gegen 44'000 Franken gekostet. Beteiligt waren 23 Jäger und neun Wildhüter. Sie wendeten total fast 1070 Arbeitsstunden auf, bis das Tier zur Strecke gebracht war.

Die Jagd auf ihn kostet den Steuerzahler 44'000 Franken: Der Urner Wolf im Bild aus einer Fotofalle in Seelisberg. (Archiv) play
Die Jagd auf ihn kostet den Steuerzahler 44'000 Franken: Der Urner Wolf im Bild aus einer Fotofalle in Seelisberg. (Archiv) KEYSTONE/SICHERHEITSDIREKTION KANTON URI

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Mit Pfefferspray und Schlägen Erbitterter Scheidungskrieg um Hund
2 Postkarten für behinderte Denise Facebook-Aufruf berührt die Schweiz
3 «Gut für Menschen ohne Kinder, Humor und Moral» Darum meiden...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Der Urner Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti (SP) bestätigte am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda Informationen der «Urner Zeitung». Nachdem Moretti Mitte Juli die Abschussbewiligung erteilt hatte, dauerte die Jagd fast zwei Wochen.

Es handelte sich um den ersten Wolf nach 160 Jahren, der in Uri erlegt wurde. Der Rüde italienischer Abstammung hatte zuvor im Frühjahr und Sommer auf Alpen über 70 Schafe gerissen.

Für die Jagd standen zwei vollamtliche Wildhüter sowie sieben Wildhüter und Jagdaufseher im Einsatz. Sie leisteten Einsätze im Wert von 25'000 Franken, die allenfalls teils als Überzeit kompensiert werden. Der Einsatz der Jäger schlägt mit rund 8500 Franken zu Buche. Hinzu kommen gut 10'000 Franken für Helikopterflüge, Fahrten, Übernachtungen in einer Hütte und Mahlzeiten.

Wie viel die Präsenz des Wolfs in Uri gekostet hat, ist unklar. Die Ausgaben für den Herdenschutz und die Entschädigungen für die Schafhalter sind noch nicht bekannt. Die Summe dürfte aber die Aufwendungen für die Jagd übersteigen. 2015 erhielten Bauern für 55 gerissene Schafe im Isenthal 37'500 Franken Entschädigungen.

Der am 28. Juli im Gebiet Surenen von einem Jäger erschossene Wolf wird auf Verlangen der Urner Regierung von einem Präparator aus Obwalden für 1500 Franken ausgestopft. Wo das Tier danach ausgestellt wird, ist noch offen. (SDA)

Publiziert am 15.10.2016 | Aktualisiert am 15.10.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden