CHUR – Vitus Huonder: Das ist der neue Bischof von
Chur. Bei seinem ersten Auftritt vor den Medien zeigte er sich zwar versöhnlich. Doch wird er als konservativ gefürchtet.Huonder weiss, dass er ein konservatives Image hat: «Ich vertrete eine konservative Haltung, wenn es darum geht, dem Glauben Sorge zu tragen.» Es sei aber falsch, ihn im Umgang mit den Menschen als konservativ zu bezeichnen. Er pflege gegenüber allen Menschen ein offenes Verhältnis und suche den Dialog. Wie das konkret aussehen soll, das wird sich an zwei Themen zeigen. Zum Thema Frauen als Priesterinnen(Frauenordination machte Huonder seine erzkonservative Haltung erneut klar. Frauen hätten in der Kirche schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Die Priesterweihe für Frauen lehnt er hingegen ab: «Sie ist nicht im Sinne von Jesus.» Wie wird der Dialog mit der reformierten Kirche aussehen? Hier gab sich der neue Bischof versöhnlicher. Es seien noch viele Fragen offen. Wichtig sei, dass der Dialog weiter sorgfältig gepflegt werde.Die Probleme seiner Diözese seien die gleichen wie in den andern Schweizer Bistümern, sagte er. Auch das Bistum Chur leide unter leeren Kirchen. Er wolle diese wieder füllen.Wie er das anstellen will, das werden auch die Menschen in Zürich kritisch beobachten. Speziell die katholischen. Denn über die Hälfte der Katholiken der flächenmässig grössten Schweizer Diözese lebt im Kanton Zürich. Und die beklagt sich über die Art der Wahl des neuen Kirchenchefs. Diese bezeichnete René Zihlmann, der Präsident der Römisch-katholischen Zentralkommission, heute «als Farce». (AP/snx)