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Eine Grippe-Pandemie droht und kein Schwein nimmt sie ernst? So ist es nicht gerade. Aber wenn man die Kommentare unserer Leser liest, dann scheint die Gefahr noch weit weg.
Auch in unserer Strassenumfrage zeigt sich: Die Schweizer sind sich zwar der Risiken durch die Schweinegrippe bewusst, aber Panik herrscht hierzulande nicht. «Es wird recht heraufgespielt», findet etwa Gioana Herzig. Demzufolge wollen sich viele auch nicht impfen lassen.
Viele Pandemie-Pläne existieren
Anders reagieren dagegen die offiziellen Stellen: Beim Bundesamt für Gesundheit ist erhöhte Wachsamkeit angesagt. Das BAG rechnet mit einer grossen Grippewelle ab Herbst und mit mehreren Hunderttausend Ansteckungen.
Auch öffentliche Dienste oder Grossbetriebe haben in diesen Tagen ihre Notfallszenarien präsentiert. Die Grossverteiler werden im Pandemiefall die Grundbedürfnisse decken können. Allenfalls muss man aber mit Atemschutz und desinfizierten Händen einkaufen gehen. Und im schlimmsten Fall werden sogar Veranstaltungen abgesagt.
Auch städtische Verkehrsbetriebe und die SBB sind für den Notfall gerüstet. Sie haben praktische Tipps parat: Damit sich Grippeviren nicht über die Touchscreens der Billettautomaten verbreiten, soll man mit einem Stift oder mit Handschuhen tippen. Menschen mit Hygienefimmel tun das schon jetzt.
Wie gefährlich wirds?
Die Schweinegrippe ist nicht die erste Pandemie, die die Welt bedroht: In jüngster Zeit sorgten die Infektionskrankheit Sars oder die Vogelgrippe für Aufregung. Beide Krankheiten forderten mehrere hundert Todesopfer. Dennoch sterben an der normalen Grippe jeden Winter mehr Menschen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete zuletzt von 94000 Ansteckungen mit dem Schweingrippe-Virus. Bisher sind über 700 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Das ist noch nicht das Ende. Aber auch kein Grund für Panik.