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«Insgesamt habe ich ihr 13'000 Franken geliehen. Ich habe ihr vertraut.» Conni Kuhn
(Remo Naegeli/BLICK)Genau darauf ist die notorische Betrügerin aus. Sie erschleicht sich das Vertrauen anderer Leute, verspricht, die Lösung für alle Probleme zu sein. Sie macht sie von sich abhängig – und nimmt sie aus. Mehrfach berichtete BLICK über die Abzockmasche von Marion S.* (23) aus Menzingen ZG. Jetzt hat sich ein neues Opfer gemeldet. Conni Kuhn (24) aus Wallisellen ZH sagt: «Marion schuldet mir 13'000 Franken!»
Die beiden jungen Frauen lernten sich Anfang letzten Jahres kennen. «Wir verstanden uns super, es entstand eine richtig enge Freundschaft», sagt die gelernte Malerin. Marion S. verspricht Conni sogar, deren Schulden zu übernehmen. «Ich hatte eine schwere Kindheit, keinen Job und Schulden. Marion erzählte mir, sie sei Millionärin. Das war natürlich wie ein Geschenk des Himmels für mich.»
Selbst ihr Freund kann Conni Kuhn nicht davon abhalten, sich immer tiefer in die Arme der Betrügerin zu stürzen. «Wir waren über sieben Jahre zusammen. Doch Marion redete mir ein, er sei nicht gut für mich», erzählt Conni. «Ich glaubte ihr und trennte mich. Marion war für mich da. Irgendwann stellte sie mir ihren besten Freund vor.» Damit fängt die Abzocke an.
«Er fuhr nach Italien», so Conni. «Dort wurde er angeblich unschuldig festgenommen und brauchte Geld für die Kaution.» Marion fleht Conni an, ihm zu helfen. Die junge Frau lässt sich breitschlagen, leiht sich Geld von Familie und Freunden. Erst 1500 Franken, dann noch mal 1000, 2000. Nie ist es genug, um Marions besten Freund zu befreien.
«Insgesamt habe ich ihr 13'000 Franken geliehen», sagt Conni. «Marion wollte sich darum kümmern, dass das Geld in Italien ankommt. Ich habe ihr wirklich vertraut. Heute frage ich mich, wie ich so dumm sein konnte!»
Gleichzeitig gibt Marion immer mehr Geld aus. Hier ein neuer Pulli, da ein neues Paar Schuhe. Sie mietet sich ein Haus in Eglisau ZH. 7½ Zimmer, grosse Terrasse mit Rhein-Blick. Miete: 3000 Franken pro Monat. «Marion S. hat den Mietvertrag unterschrieben, ist aber nie eingezogen. Mein Mann hat den Vertrag dann aufgelöst», bestätigt die Vermieterin gegenüber BLICK.
Davon will Marion S. nichts wissen: «Das ist ein Seich, das stimmt nicht!» Und zum Vorwurf, sie schulde Conni 13'000 Franken, sagt Marion: «Ich habe ihr gesagt, sie soll ihm kein Geld geben. Das ist allein ihre Sache!»
Immer wieder fragt Conni ihre Freundin nach dem Geld, immer wieder wird sie vertröstet. «Da stand ich nun ganz allein.Mit noch mehr Schulden als davor.» Doch sie gibt nicht auf. Ihr Freund nimmt sie wieder bei sich auf, sie findet einen Ausbildungsplatz als Tätowiererin.
Und jetzt hat Conni Kuhn sogar ihr Geld wieder! «Nur ein paar Tage nachdem BLICK anfing zu recherchieren, hat mir Marion die gesamten 13'000 Franken wiedergegeben. In bar. Das ist mehr als ich zu hoffen gewagt hatte», sagt Conni glücklich.
*Name der Redaktion bekannt
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