Wie die Tierparks auf die Vogelgrippe reagieren Zoo ein Durcheinander

BASEL BERN ZÜRICH - Für einmal sind die Berner die Schnellsten. Der Tierpark Dählhölzli hat die Vorgaben vom Bund als erster Schweizer Zoo grosszügig umgesetzt. Zürich und Basel hinken hinterher.

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Die Anweisungen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sind genau definiert. Trotzdem interpretieren die Zoos in Bern, Basel und Zürich die Schutzmassnahmen gegen die Vogelgrippe unterschiedlich – der Kantönligeist lässt grüssen.

Für Hühner, Truthühner, Perlhühner, Wachteln, Fasane, Pfauen, Rebhühner und Steinhühner gelten verschärfte Haltungsregeln, schreibt das BLV. Ausserdem für alle Enten, Gänse und Straussen. Nicht betroffen sind Greifvögel, Tauben, Papageien sowie weitere Sing- und Ziervögel, Pinguine, Flamingos und Pelikane.

Volieren sind mit Plastikfolien abgedeckt

Während im Dählhölzli in Bern bis auf ein paar Eulen und Greifvögel alles Federvieh im Käfig ist, stakst es in Zürich und Basel meist noch in den Aussengehegen herum.

Jürg Hadorn (50), stellvertretender Direktor vom Dählhölzli: «Alle nassen Vögel haben wir eingestallt, so auch die Flamingos und Pelikane – Enten, Gänse und Schwäne sowieso.» Zusätzlich sind Volieren mit Plastikfolien abgedeckt, gegen infizierte Ausscheidungen von Wildvögeln. Damit geht Bern sogar weiter, als der Bund verlangt.

Zürich und Basel geben sich liberal. Pfauen stolzieren frei herum. Dutzende Enten schwimmen in den Weihern der Aussengehege herum. Eingestallt sind nur die Hühner beim Streichelzoo, ein Truthahn sowie eine Gruppe Hausgänse.

Kein Pinguinspaziergang in Basel

Der Direktor vom Zoo Zürich gibt zu: «Wir haben uns mehr nach dem Konzept des Kantonstierarztes gerichtet als nach den Regeln des BLV. Ein gewisser Pragmatismus ist manchmal nötig.»

Tanja Dietrich, Biologin und Sprecherin am Zolli Basel, erklärt die Beppi-Sicht: «Die Flamingos wurden zu Übungszwecken in den Stall gebracht. Das Nutzgeflügel des Kinderzoos bleibt im Stall. Der Pinguinspaziergang findet nicht statt.» Ansonsten gelten die gleichen Regeln wie in Zürich.

Wer am Ende recht hat, ist noch offen. In der Schweiz war das gefürchtete H5N8-Virus erstmals vor rund zehn Tagen am Bodensee aufgetaucht. Erst am Montag wurden im Hafen von Le Bouveret VS vier tote Reiherenten von einem Jagdaufseher geborgen. 

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 03.01.2017
Bedrohtes Paradies für Tiere und Pflanzen

Schatzinsel Madagaskar

Vielen ist Madagaskar im Indischen Ozean ein Begriff. Besucher des Zürcher Zoos wissen, dass es vor allem eine Schatzinsel des Tier- und Pflanzenreichs ist. So gehört die Masoala-Halbinsel, die in der berühmten gleichnamigen Halle des Zoos nachgestaltet wurde, zu den drei artenreichsten Lebensräumen der Welt. Laufend werden neue Pflanzen und Tierarten entdeckt. Mit ihren Billetts helfen die Zoobesucher, diese einzigartige Wunderwelt zu retten. Mindestens 125’000 US-Dollar überweist der Zoo jährlich an den Nationalpark. Das ist auch nötig: Schon sind 90 Prozent des Regenwalds auf Madagaskar abgeholzt.

Auch sonst ist Madagaskar für viele Schweizer kein unbekannter Flecken Erde: Viele Familien werden sich an vergnügliche Kino-Erlebnisse mit den Dreamworks-«Madagascar»-Filmen erinnern. Und auch Pfadfindern ist die Insel ein Begriff: Wer denkt bei den Liedzeilen «Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord ...» nicht wehmütig ans Lagerfeuer zurück? (sf)

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