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Das Diskussionspapier ist geheim und bietet Sprengstoff: Die FDP arbeitet an einem neuen Modell für die Krankenkassen: Wer gesund und fit ist, soll einen Bonus auf die Prämie erhalten, berichtete die «SonntagsZeitung».
Auch wie dick jemand ist, soll die Prämie beeinflussen. Um das zu beurteilen, wurde in den Diskussionen bei der FDP der Body-Mass-Index als Referenzgrösse vorgeschlagen.
FDP-Ständerätin Erika Forster bestätigt: «Ja, wir diskutieren im Moment verschiedene Modelle, um unter den Versicherten die Prävention zu fördern.» Parteikollege Felix Gutzwiller rechtfertigte gegenüber der «SonntagsZeitung» die Pläne: «Wir sparen so Kosten für alle, das ist solidarisch.»
Da ist Heinrich von Grünigen, Präsident der Adipositas-Stiftung, anderer Meinung. Die Stiftung setzt sich für Menschen mit Übergewicht ein. 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind übergewichtig, 8 Prozent krankhaft fettleibig. «Gerade Leute aus sozial schwächeren Schichten, haben weniger Zeit und Geld, um sich um ihre Gesundheit zu kümmern. Sie würden unter so einer Regelung zusätzlich leiden», sagt von Grünigen. Zudem wisse man heute, dass Personen mit leichtem Übergewicht weniger anfällig auf Krankheiten seien. Da müsste also zuerst noch entschieden werden, ab wie viel Übergewicht jemand mehr bezahlen müsste.
Gesundheitspolitiker Toni Bortoluzzi (SVP) zerpflückt die FDP-Idee aus einem anderen Grund: «Wegen eines solchen Bonusmodells gehen die Leute nicht weniger zum Arzt. Mit diesem Vorschlag wird die Finanzierung korrigiert, anstatt die Menge runterzubringen. Ein absurder Ansatz.»