Wetter: Schneeflocken fallen bis ins Flachland

BERN - BE - Der Winter hat dem Flachland am Donnerstag einen kurzen Besuch abgestattet. Fast überall in der Schweiz schneite es zeitweise, im Flachland ging der Schneefall allerdings bald wieder in Regen über.

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Vorübergehend habe es in fast 90 Prozent der Schweiz geschneit, sagte Meteorologe Alexander Giordano von MeteoSchweiz auf Anfrage. Einzig im Genferseegebiet, im Südtessin und in der Gegend um Basel sowie in der Ajoie fielen Regentropfen statt Schneeflocken. Laut dem Wetterdienst MeteoNews wurde es auch im Urnerland und im Rheintal nicht weiss.

Am meisten Schnee im Flachland erhielt gemäss MeteoSchweiz das Dreieck Solothurn/Bern/Seelandregion: Rund 3 bis 5 Zentimeter gab es in dieser Region. Mehr als 5 Zentimeter Schnee fielen im Flachland nirgends.

Die Freude über die weisse Pracht währte im Flachland jedoch nur kurz: Unter 1000 Metern ging der Schneefall am Nachmittag in Regen über. «Am Freitag wird es im Flachland wieder überall grün sein», sagte Giordano. Und das dürfte noch eine Weile so bleiben: Frühestens Mitte nächster Woche soll es wieder bis ins Flachland schneien.

In den Bergen erhielten das Wallis und das Berner Oberland am meisten Neuschnee: Um rund 30 Zentimeter wuchs die Schneedecke in diesen Gebieten bis am späten Donnerstagnachmittag an. Der Flughafen Sitten musste vorübergehend wegen des Schnees geschlossen werden. In den übrigen Gebieten fielen zwischen 10 und 20 Zentimeter Schnee.

In den nächsten Tagen dürfte es in den Bergen immer wieder schneien. Relativ viel Schnee erwarten die Meteorologen in den westlichen Alpen und im Wallis.

Die Lawinengefahr ist laut dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung derzeit im grössten Teil der Alpen erheblich (Stufe 3 von 5). Lawinen können in diesen Gebieten schon von einzelnen Wintersportlern im schwachen Altschnee ausgelöst werden.

Bevor eine Front der Schweiz Schnee und Regen brachte, war am Donnerstag der Föhn durch die Alpentäler gefegt: In Altdorf UR wurden Windstärken von knapp 100 Kilometern pro Stunde gemessen, in Elm GL waren es fast 80 km/h, wie MeteoNews mitteilte.

In den Bergen gab es vereinzelt gar Orkanböen. Auf dem Jungfraujoch wurde eine Windböe mit 152 km/h gemessen. Auch auf dem Säntis, dem Titlis und dem Moléson wurden Windspitzen von über 130 km/h registriert. Wegen des starken Windes musste die Luftseilbahn von der Fräkmüntegg auf den Pilatus ihren Betrieb einstellen. (SDA)

Publiziert am 07.01.2016 | Aktualisiert am 07.01.2016
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