Wolf-Angriff mitten in Walliser Dorf Eischoll «Wir haben Angst um unsere Kinder»

EISCHOLL VS - Bei Tageslicht hat sich der Wolf gestern ins Dorf getraut und ein Schaf gerissen. Die Bewohner von Eischoll wissen nicht mehr weiter. Sie bangen um ihre Schafe und um ihre Kinder!

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Elise A. (70) und ihr Mann (70) haben gestern in Eischoll VS ein Schaf verloren. Jetzt fürchten sie um ihre Enkelkinder. «Es ist eine Schande», sagt das mehrfache Grosi. «Der Wolf kommt ins Dorf und wir können nichts tun.»

«Anblick beim Mittagessen nicht ertragen»

Es sind blutige Bilder – eigentlich viel zu brutal für Kinder. Aber viele Buben und Mädchen haben das tote Schaf gestern auf der Wiese gesehen. Nur wenige Meter von dort entfernt, wo sie für gewöhnlich miteinander auf dem Trampolin springen.

«Meine Grosskinder haben Angst vor dem Wolf und wir haben Angst um unsere Kinder», sagt A. «Eltern im Dorf versuchen, den Wolf und das gerissene Schaf vor ihren Kindern geheim zu halten.» Einem Vater aus der Nachbarschaft sei es selbst zu viel geworden. Er habe darum gebeten, dass tote Schaf schnell wegzuräumen. «Er hat den Anblick beim Mittagessen nicht ertragen.»

Der Wolf schlich beim Pausenplatz herum

Bei Tageslicht hat sich der Wolf gestern ins Dorf getraut. Anwohner haben das Tier am Morgen noch gesehen. «Das ist nicht das erste Mal, dass er sich untertags ins Dorf wagt», erzählt A. Ein Vorfall aus diesem Sommer liegt dem Grosi besonders auf dem Magen. «Beim Pausenplatz ist der Wolf herumgeschlichen!», sagt die 70-Jährige. «Meine Schwiegertochter hat die Sichtung gemeldet, passiert ist nichts.»

A. hofft, dass die Politik jetzt endlich aktiv wird. «Wir müssen nicht nur unsere Schafe, sondern auch unsere Kinder schützen!»

Eine Wolfsattacke in unmittelbarer Nähe von Häusern sei im aktuellen Wolfskonzept nicht berücksichtigt, heisst es bei der Walliser Dienststelle für Jagd. Im Rahmen des neuen Wolf-Planes werde das aber diskutiert. In mehreren Vorstössen werde gefordert, dass Kantone in solchen Fällen einen grösseren Handlungsspielraum erhalten.

Publiziert am 14.10.2014 | Aktualisiert am 15.10.2014
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62 Kommentare
  • Alex  Brennauer aus Berlin
    , via Facebook
    15.10.2014
    German wohl zuviel Rotkäppchen gelesen?? Das ist uebrigends ein Märchen und ein KEIN Tatsachenbericht!
  • Domenico  Gravino aus Gordola
    15.10.2014
    Der beste Schutz ist ein Hund, kein Dackel oder ähnliche kleintiere, es müsste schon etwas Doggenartiges oder für den Herdenschutz sein. Organisiert eine Hunde-Streife die regelmässig in der Gegend patroulliert mit zwei-vier Hunden je nach Einzugsgebiet in der vermuteten Gegend oder Gemeinde-Waldgrenze, auch wenns was solidarisches kostet. Mit solche Hunden löst sich das Problem schnell und effektiv!
    • Domenico  Gravino aus Gordola
      15.10.2014
      Es geht darum dass sich der Wolf aus bewachten Gegenden in den Wald zurückzieht und diese dann meidet, sicher nicht den Wolf zu töten! Der Wolf oder das Rudel überlegt es sich zweimal sich mit Schutzhunden anzulegen. Auch die genannten Kleinhunde sind sicherlich nicht minderwertig gemeint, sondern haben andere Aufgaben wenn schon, z.B. Dachsjagd.
  • urs  waelchli 15.10.2014
    Fangt die Wölfe ein und lasst sie dort frei wo sie Willkommen sind! Die Ortschaften könnt ihr ja zum Teil den Leserbriefen entnehmen!!!!!!
  • Thomas  K. aus Hausen
    15.10.2014
    Der böse Wolf und das Rotkäppchen.... die Märchen werden Real. Die Märchenschreiber waren Hellseher :-

    Ok Ironie beiseite, der Wolf ist an Naturtier und es gibt ihn halt. Der Mensch kann und soll sich nicht über alles Stellen und auch die anderen Lebewesen akzeptieren.
  • Reinhold  Steinadler aus Rocky Castle
    15.10.2014
    Sofort Kinderschutzhunde einsetzen und selber mehr Schaffleisch essen. So entzieht man dem Wolf die Nahrungsgrundlage und er stirbt langsam aus!