Weil ein giftiger Fisch ihn stach: Schweizer Feriengast will Club Med verklagen

GENF/MAURITIUS - Er sei zu wenig über die Gefahren informiert worden, klagt ein Schweizer Familienvater. Der Genfer wurde in seinen Strand-Ferien auf Mauritius von einem giftigen Steinfisch in den Fuss gestochen. Er habe nur knapp überlebt, sagt er.

Platz 5: Weisser Sand, türkisfarbenes Wasser und blauer Himmel in Mauritius. play
Die paradiesische Ferieninsel Mauritius wurde für den Genfer beinahe zur Todesfalle. Mauritius Tourism Promotion Authority / Serge Marizy
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Schweiz

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In den Tagen zuvor plantschten seine 7- und 5-jährigen Töchter sowie sein sieben Monate alter Sohn noch an derselben Stelle im Meer auf Mauritius. Nur einen Meter vom Strand entfernt stach nach einer Woche dann am 29. Dezember ein hochgiftiger Steinfisch den Genfer Alexis Minkoff zweimal in den Fuss. Der Schweizer wurde bewusstlos, musste mit dem Taxi ins Spital gefahren werden.

Sie tarnen sich am Meeresgrund und sind vom Hintergrund kaum zu unterscheiden: Steinfische gehören zu den giftigsten Tieren überhaupt. Ihre Stiche sind extrem schmerzhaft und können zum Tod führen. play

Sie tarnen sich am Meeresgrund und sind vom Hintergrund kaum zu unterscheiden: Steinfische gehören zu den giftigsten Tieren überhaupt. Ihre Stiche sind extrem schmerzhaft und können zum Tod führen.

Getty Images

Mit der einzigen Ampulle eines Gegengifts, über welche das Spital verfügte, retteten die Ärzte sein Leben. «Mein Fuss war schon aufs Vierfache angeschwollen», erzählt Alexis Minkoff im Le Matin. «Ohne das Gegengift wäre ich gestorben.» Während der Genfer im Operationssaal lag, erlebte seine Familie derweil den puren Horror: Geschlagene zwei Stunden lang blieben sie ohne Mitteilung, ob der Papa überleben würde.

Heute, eine Woche nach dem Vorfall, leidet Alexis Minkoff immer noch an den Folgen der Stiche. «Das Schlimmste ist überstanden, aber ich habe noch eine leichte Lähmung und nach wie vor starke Schmerzen.»

Das französische Tourismus-Unternehmen Club Med, bei dem er die Ferien auf der Insel im indischen Ozean buchte, macht er nun für das Drama mitverantwortlich. Er sei im Ferienressort in der Ortschaft Albion zu wenig über die Gefahren informiert worden.

«Man hätte die Feriengäste über die Risiken informieren müssen. Man hätte mindestens Schilder am Strand aufstellen können», meint er. Er habe sich bereits mit einem Anwalt in Genf in Verbindung gesetzt und prüfe nun rechtliche Schritte.

Gegenüber Le Matin sagt Fabiao Calo, Club-Med-Verantwortlicher für die Schweizer Feriengäste, dass Alexis Minkoff «vor Ort alle nötige Hilfe» erhalten habe. Am Strand sei übrigens baden ohne Schuhe verboten, entsprechende Hinweisschilder existierten auch. (ct)

Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 05.01.2016
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23 Kommentare
  • Theres  Küenzi aus Seeberg
    06.01.2016
    das ist oder war sicherlich schmerzhaft und sie hatten grosses glück, dass ihnen so gut geholfen werden konnte. aber bitte nun den club med verantwortlich machen?? erstens ist eine beschilderung, dass man ohne schuhe nicht baden darf und zweitens liegt es bei ihnen sich über ihren ferienort zu informieren.
  • Rees  Keller aus Basel
    05.01.2016
    Ist sicher schmerzhaft - aber manche Menschen müssen zuerst Schmerzen erleiden um ein Stück Eigenverantwortung zu übernehmen. Informationsbeschaffung über ein Land gehört meiner Meinung nach zum Thema Eigenverantwortung, genauso wie das Wissen, dass man nicht barfuss ins Meer gehen sollte. Aber es scheint immer mehr in die Richtung zu gehen, dass man bei allem versucht, die Verantwortung auf andere abzuschieben als sich einzugestehen, dass man sich selbst falsch verhalten hat ...
  • Robert  Mosimann 05.01.2016
    Kein Verständnis für seine Klage. Heutzutage kann man sich im Internet sehr gründlich über alles mögliche am Ferienort inkl. giftiger Steinfische informieren lassen. Es ist sogar fahrlässig und total unverständlich wenn man das nicht macht, weil er auch für seine Kinder verantwortlich ist.
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 05.01.2016
    Wieder so Eine welche niemals etwas gearbeitet hab und trotzdem viel Geld hab und nebenbei noch versucht als sein Eigenen Unwissen Geld zu verdienen .Fazit sehr Schwache Personage ,wer geht mit ein 7 Monates altes Kind so weit weg..
  • Gerry  B. 05.01.2016
    Jedermann weiss dass es im Meer Fische hat, auch giftige. Ich bin in Thailand auch beinahe auf einen Steinfisch getreten und das im Sand, weit und breit kein Stein!