Valangin NE sanierte Budget mit Bussengeldern: Radarfalle war der grösste Steuerzahler

VALANGIN - NE - Das Dörfchen Valangin zählte jahrelang auf die satten Einnahmen einer Radarfalle. Damit ist jetzt Schluss. Jetzt müssen die Steuern rauf und der Kanton zahlt Nothilfe.

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Valangin, drei Kilometer nordwestlich von Neuenburg, zählt nur 485 Einwohner. Darunter sind keine besonders grossen Steuerzahler.

Ein Budgetposten stach in den letzten Jahren aber heraus: die Radarfalle an der Hauptstrasse des Dorfes spülte das meiste Geld in die Gemeindekasse: Dank der Bussen gab es jedes Jahr 340'000 Franken – satte 18 Prozent des ganzen Gemeindebudgets, schreibt die Zeitung «Le Matin».

Nach sieben fetten Jahren ist das jetzt vorbei: Letzten Monat verabschiedete der Neuenburger Kantonsrat die Revision des Polizeigesetzes. Die Reform sieht insbesondere vor, dass die Einnahmen aus Radarfallen in den einzelnen Gemeinden neu in die Kantonskasse fliessen.

Rote Zahlen budgetiert

Ein schwerer Schlag für das kleine Dorf. «Valangin hängt zu stark von den Bussgeldern ab. Das war sehr unvorsichtig», sagt Alain Ribaux, Präsident der Neuenburger Kantonsregierung.

Der Kanton wolle der Gemeinde nun eine «temporäre finanzielle Hilfe» zukommen lassen. Bedingung dafür sei allerdings. dass das Dorf seinen Steuerfuss dem kantonalen Durchschnitt anpasst, so Ribaux. 

Valangin rechnet für 2015 mit einem Loch von 117'000 Franken in der Gemeindekasse. (btg)

Publiziert am 17.12.2014 | Aktualisiert am 18.12.2014
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33 Kommentare
  • Beat  Hemmi , via Facebook 17.12.2014
    Der Kanton hat die Geldquelle nur fü sich entdeckt. Die Gemeinde wird mit einer Almose abgespiesen. Hier zeigt sich mal mehr deutlich die niedere Gesinnung unserer Behörde.
  • William  Quispe aus Bellinzona
    17.12.2014
    Was soll daran verwerflich sein? Die fehlbaren Lenker waren sicher nicht Einheimische, sondern Durchreisende. Selbst schuld wenn sie nicht anständig fahren können. Wer das Geld schlussendlich bekommt ist irrelevant, Hauptsache die Verursacher werden zur Kasse gebeten und nicht wieder das ganze Volk mit skurrilen Gesetzen.
  • Christian  Beutler , via Facebook 17.12.2014
    Unabhängig von der allgemeinen Diskussion ob für die Verkehrssicherheit oder nicht. Das Ding steht auf Gemeindeboden, allerhöchstens die Hauptstrasse ist kantonal. Also wenn schon kein Gewinn an die Gemeinde, dann sofort abbauen und dem Kanton keine Möglichkeit geben zu kassieren. Ich glaube dass bei einer Abbruchverfügung sehr schnell eine 50/50 Lösung angestrebt würde. Ganz im Sinne der "Verkehrssicherheit".
  • Bruno  Bianchi aus SEVELEN
    17.12.2014
    Wie wäre es, wenn der Staat die bei Geschwindigkeitsübertretungen abkassierten Bussen an eine Institution für Strassenunfallopfer, welche nach Gerichtsentscheiden gegen Raser usw mehrheitlich immer noch hilflos und unentschädigt bleiben, zuwenden würden, anstatt damit die Staatskasse zu äufnen
  • Burkhard  Vetsch 17.12.2014
    Was soll das?
    Die Tempo ist klar signalisiert.
    Wir wissen alle wie schnell wir fahren dürften.
    In Sargans auf der der A13 steht ein Kasten, der seit einigen Wochen Blitzt.
    Alles klar?
    Nur Abzocke
    Bitte Innerorts bei Schulen mehr Kontrolle!