Staatsgelder für Satanisten? SVP verteufelt Black Metal

In einem Lausanner Musikclub, der mit öffentlichen Geldern unterstützt wird, traten «unchristliche Bands» auf. Das geht einem SVP-Politiker zu weit.

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Ende Oktober versammeln sich düstere Gestalten im Lausanner Club Docks: Sie freuen sich auf einen Abend voller Black Metal. Auf dem Programm stehen vier Bands, darunter die Griechen Rotting Christ (verwesender Christus) und das US-kolumbianische Duo Inquisition. Die Namen lassen es erahnen: Die christliche Religion kommt im Werk der Musiker nicht gut weg.

Zu den Sponsoren des Konzertabends gehören die Stadt Lausanne und der Kanton Waadt – das stösst der SVP sauer auf. Grossrat Philippe Jobin verlangt Rechenschaft von den Behörden, berichtet «Le Matin»: «Ist sich der Staatsrat bewusst, dass es sich um ein offen satanistisches Konzert handelte?», möchte Jobin wissen. «Falls ja, wie rechtfertigt er die Unterstützung. Falls nein, wird der Staatsrat künftig Massnahmen ergreifen?»

Publikum «äusserst friedlich»

Black Metal definiert sich seit den 80er-Jahren unter anderem durch Texte, die den Teufel thematisieren. So besingen Inquisition etwa die «ewige Treue zu unserem Herrn Satan» oder «für Luzifer, mein Blut».

Docks-Chef Laurence Vinclair verteidigt die Szene: Das Publikum sei «äusserst friedlich». Die Leute kämen für die Musik und nicht, um Ärger zu machen. Und die Bands riefen weder zu Hass noch Rassismus auf. Kürzlich sorgte ein Konzert in Unterwasser SG mit Neonazi-Bands und 6000 Teilnehmern für Aufsehen.

Auch die Behörden nimmt Vinclair in Schutz. Die öffentlichen Gelder beschränkten sich nicht auf bestimmte Konzerte: «Sie unterstützen den Club und Vertrauen den Verantwortlichen, die das Programm gestalten.» (rey)

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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Gesünder essen mit dem Black Metal Chef

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29 Kommentare
  • Thomas   Wassmer 16.11.2016
    Interessant. Ich hätte eigentlich eher gedacht, dass die EDU auf die Barrikaden geht.
    Naja, gewisse Leute von der SVP, zum Glück nicht alle, haben schon ein sehr komisches Verständnis von Meinungsfreiheit.
    Aber in gewissen Köpfen ist eben immer noch das Jahr 1950.
  • Chris  Patton aus Biel
    16.11.2016
    Ich bin immer wieder erstaunt was gewisse Missionare vom Stapel lassen hier. Platten rückwärts hören, das ich nicht lache, habe gedacht diese Zeiten wären längst vorbei. Satan verführt, Jesus hilft uns, ach liebe Christen, wenn Ihr einfach den nächsten Menschen respektiert wie er ist und uns mit Eurem Geschwafel in Ruhe lassen würdet, wäre allen geholfen.
  • anonym  w83 16.11.2016
    Der Titel ist daneben. Ihr schreibt von einer Person. Hauptsache die SVP schlecht machen. Ich bin SVP lerin und höre jenste Arten von Metal! Ich liebe Amon Amarth!
  • Alain  Dodane , via Facebook 16.11.2016
    Liebe Bibelfundks unter den Schreibern. Wenn es also heisst Satanist zu sein, wenn man Metal hört, sich schwarz anzieht und darüber hinaus freundlich und hilfsbereit ist. Ja dann bin ich verdammt gerne Satanist.
    Mal abgesehen davon, dass die einzig wahren Götter Thor, Odin, Loki, etc sind. :-P
  • Marco  Zaugg , via Facebook 16.11.2016
    Gegenfrage: warum werden Kirchen aus Geldern der öffentlichen Hand (mit-)finanziert?
    • Chris  Patton aus Biel
      16.11.2016
      Stimmt, Gott der Allmächtige der alles weiss und kann, leider hat er ein Problem mit dem Geld. Er scheint nie genug davon zu haben