SP-Stadtrat Olivier Arni entfernt Holz-Krippe Dieser Mann verbietet das Christkind

Der SP-Stadtrat Olivier Arni liess letzte Woche eine Holzkrippe unter dem offiziellen Weihnachtsbaum in Neuenburg entfernen. Die Tanne solle nicht mit religiösen Symbolen in Verbindung gebracht werden, rechtfertigt sich Arni.

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In Neuenburg ist die fried­liche Adventsstimmung schon dahin, bevor sie richtig aufgekommen ist. Der SP-Stadtrat Olivier Arni (46) liess letzte Woche eine Holzkrippe unter dem offiziellen Weihnachtsbaum der Stadt entfernen. Gerade mal 24 Stunden standen die 1,70 Meter grossen hölzernen Weihnachtsfiguren von Josef, Maria und dem Jesuskind neben dem Stadthaus in Neuenburg.

«Die Tanne soll nicht mit religiösen Symbolen in Verbindung gebracht werden», rechtfertigt der zuständige Stadtrat Arni in der Zeitung «L’Express» die Abräumaktion. «Es ist eine Tanne für alle Bürger, konfes­sionslose und gläubige.»

Fürchtet man sich nach den Attentaten von Paris vor einem Aufstand gegen die christliche Religion? «Nein, überhaupt nicht», sagt Arni. Den Entscheid habe man aus «purem gesunden Menschenverstand» gefällt. Die Holzkrippe sei zudem nicht im Auftrag der Stadt aufgestellt worden.

Absurd: Die Stadt Neuenburg hatte im letzten Jahr die Holzkrippe selber in Auftrag gegeben. Als Geschenk für den Gesamtbundesrat im Präsidialjahr von Didier Burkhalter (FDP/NE). Holzfäller Marc Rinaldi (25) aus Chaumont NE schnitzte die Weihnachtskrippe.

«Ich war stolz, dass meine Figuren dem Bundesrat geschenkt wurden», sagt Rinaldi. «Jetzt bin ich sehr enttäuscht. Es ist absurd, dass die Krippe nicht unter dem offiziellen Weihnachtsbaum stehen kann. Eine Weihnachtskrippe ist doch ein Symbol für unser Christentum.»

Der Krippenknatsch in Neuenburg löste eine Lawine empörter Kommentare aus. Auch der ehemalige Vize-Bundes­anwalt und Ex-FDP-Staatsrat Claude Nicati (58) ist erzürnt. «Die Stadt Neuenburg könnte auch gleich die Tanne abräumen, weil man die Geschenke darunterlegt und so die Geburt Jesu feiert.»

Die Krippe zu entfernen, sei falsch und respektlos gegenüber Christen, sagt Nicati. «Der fehlende Mut, zu unseren Werten zu stehen, ist unerträglich.»

Die Neuenburger Jung-SVPler lancierten umgehend eine Petition. «Man muss sich fragen, was der nächste Schritt ist», sagt Damien Schaer (25). «Räumt man nächstes Jahr den Christbaum und die Weihnachtsbeleuchtung weg?»

Am Samstag kamen vor Ort 400 Unterschriften zusammen. Schaer: «Wir wollen bis Ende Woche 1000 Unterschriften sammeln. Dann erhält der Stadtrat die Petition.»

Der Protest zeigt bereits Wirkung. Gestern Abend krebste SP-Stadtpräsident Thomas Facchinetti (54) zurück. «Es handelt sich um ein Missverständnis», sagt er zu BLICK. Die Krippe könne nicht «einen Meter neben einem Parking» aufgestellt werden. «Die Krippe wird am Montag beim Temple du Bas aufgestellt, einer reformierten Kirche. Dieser Ort ist angemessener.»

Publiziert am 30.11.2015 | Aktualisiert am 30.11.2015
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111 Kommentare
  • Daniel  Grünenfelder 30.11.2015
    Ist der eigentlich auch bereit, den Schweizer Pass abzugeben? Der Schweizer Pass könnte ja auch mit christlichen und westlichen Werten in Verbindung gebracht werden.
  • Verena   Von Guggisber aus Langenthal
    30.11.2015
    beängstigend, wie solche Linksextreme, die die Töre für die Ultrarechtsextremen der ISIS öffnen wollen so langsam Farbe bekennen
  • Schmid  Edi 30.11.2015
    Was mir immer wieder Kopfzerbrechen macht: DIESE LEUTE WERDEN gewählt. Die haben nichts zu suchen in der Politik. Aber, wenn ich sehe, dass eine Markwalder zur höchsten Schweizerin des Jahres gewählt wurde und aus den gleichen Ecken / Sp, Grüne, BDP und teils FDP, ein solches Theater veranstaltet wird, betreffend der Bundesratswahl, werde ich mit diesen "Kopfschmerzen" leben müssen.
  • Alexander  Popovic 30.11.2015
    Solche Dinge werde in Zukunft normal sein. Wenn in gewissen Quartieren oder Gemeinden nicht mehr Christen die Mehrheit bilden, werden Symbole, die mit dem Christentum zusammenhängen als wie mehr hinterfragt.

    Wem dies wichtig ist, sollte dies jeweils bedenken, wenn es zu Abstimmungen über die Einwanderung kommt.
  • Georg  Dettmarg aus Banglamung
    30.11.2015
    Also wer hat den denn in den Stadtrat Gewählt, das muss ja weh tun, ich hoffe das er keine Kinder hat, denn die würden mir sehr leid tun, denn angeblich hat der Herr seine Kindheit VERGESSEN was Weihnachten Anbelangt, Traurig, Traurig