Schweizer Website war weltweites Versteck

Der Waadtländer Polizei ist ein Schlag gegen ein internationales Netz von Pädophilen gelungen. Sie hat 2299 IP-Adressen in nicht weniger als 78 Ländern ausfindig gemacht.

  • Publiziert: 28.06.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
play Eine Schweizer Website diente ohne das Wissen des Webmasters als Zugang für Kinderpornografie. (Symbolbild/Stockx.chng)

Die Spezialisten für Cyberkriminalität aus der Waadt haben während mehreren Wochen unablässig an dem Fall gearbeitet. Interpol hatte die Waadtländer darauf hingewiesen, dass auf einer Hip-Hop-Website Dateien mit kinderpornografischen Inhalten versteckt seien.

Ohne dass der Webmaster davon wusste, hatten tausende Pädophile aus aller Welt Zugang zu den Dokumenten. Die Täter, die aus osteuropäischen Staaten stammen, nutzten eine Sicherheitslücke der Waadtländer Website aus, um ihre Dateien zu platzieren.

Die Waadtländer Polizei musste nach eigenen Angaben schnell handeln. Denn in einigen Ländern bewahren Internet-Provider Angaben von IP-Adressen nur während einiger Wochen oder Monate auf.

In der Schweiz hat die Polizei 32 Fälle in 12 Kantonen ermittelt. Die verdächtigen Adressen stammen aus den Kantonen Zürich, Basel-Stadt, Glarus, Tessin, Genf und Freiburg. In der Waadt wurde hingegen kein Fall erfasst. (SDA/hgt)