Genfer Richter abgesetzt Prozess gegen Adeline-Killer Fabrice Anthamatten beginnt nochmal von vorne

GENF - Im Prozess gegen Mörder und Fabrice Anthamatten heissts: zurück auf Feld 1. Weil die Richter abgesetzt wurden, muss die Verhandlung noch einmal von vorne beginnen.

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Es war ein Prozess der Peinlichkeiten. Nach vier Tagen war die Gerichtsverhandlung gegen Fabrice Anthamatten vergangenen Oktober abgebrochen worden. Der Grund: ein drittes Gutachten über die Psyche des Killers sollte eingeholt werden, weil jenes zweier französischer Gutachter äusserst umstritten war.

Doch das ist nicht alles. Wie jetzt bekannt wird, muss der Prozess komplett neu aufgerollt werden! «Le Temps» berichtete heute, dass die Richter des Genfer Stragerichts in Ausstand gesetzt worden seien. Die Berufungskammer habe einem entsprechenden Antrag der Verteidigung Anthamattens stattgegeben. Eine Meldung, die das Strafgericht kurz darauf bestätigte. Der Grund für die Absetzung sei Befangenheit der Richter gegenüber der französischen Gutachter.

Die Berufungskammer hob zudem sämtliche vorgenommenen Handlungen des Gerichts im Strafprozess auf. Als Folge müsse der Prozess erneut bei Null anfangen, wird Yann Arnold, Verteidiger des Angeklagten Fabrice A., im Bericht der «Le Temps» zitiert.

Fall Adeline: Genfer Prozess wegen neuem Richter von vorne aufgerollt play

«Schämt euch!», «Prozess der Peinlichkeiten» - So berichteten BLICK und Blick am Abend Anfang Oktober 2016 nach dem Prozessunterbruch.

Die psychiatrischen Gutachten spielen eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Frage einer lebenslangen Verwahrung. Die Sozialtherapeutin war am 12. September 2013 während eines Freigangs getötet worden. Anthamatten hatte der jungen Mutter auf dem Weg zur Reittherapie ausserhalb des Gefängnisses die Kehle durchgeschnitten. (SDA/lha)

Publiziert am 13.01.2017 | Aktualisiert am 13.01.2017
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14 Kommentare
  • Georg  Ritter 13.01.2017
    Der Täter hat dem Opfer nicht einfach so die Kehle durchgeschnitten. Man sollte sich fragen, wie ein verurteilter Gewalttäter alleine mit einer Sozialtherapeutin unterwegs sein kann und wie er zum Messer kommt: Er hat das Messer aus dem Gefängnis bestellt und es mit dem späteren Opfer abgeholt. Er hat gesagt, er brauche es zur Hufpflege. Die Sozialtherapeutin hat das geschluckt, weil sie von ihren Vorgesetzten schlecht informiert und geschützt war.
  • Marc  Brönnimann , via Facebook 13.01.2017
    Was gibts da noch zu verhandeln und begutachten? Verwahren bis zum tag X, oder will jemand den nochmals auf die Menschheit loslassen? Also bitte..
  • Herbert  Landert aus Schaffhausen
    13.01.2017
    Unglaublich, wie in Fällen, die für uns "Laien" völlig klar sind, Steuergelder verschwendet werden. Ich erinnere mich noch an den Fall Tschanun in der Stadt Zürich. Der Täter war geständig, die Tatwaffe sichergestellt, die Opfer identifiziert. Trotzdem haben Untersuchungsbeamte während über 1 Jahr Bundesordner mit "unnötigen" Untersuchungen gefüllt. Wir haben einfach zu viele Juristen in der Schweiz, die sich selber mit Arbeiten überhäufen.
  • Jürg  Krähenbühl 13.01.2017
    Das ganze ist eine riesen Fars, eine Sauerei sondergleichen. Wie kann man so jemand überhaupt verteidigen?
    Es wäre Zeit mal eine Initiative zur Überarbeitung des Strafgesetzes zu lancieren! Härte Strafen für solche Verbrecher. Es gibt zu viele Hintertürchen!
    • Marco  Weber 13.01.2017
      Herr Krähenbühl das wird wohl ein Pflichtverteidiger sein und das ist nunmal sein Beruf! Ich glaube kaum das der Verteidiger persönlich auch nur annähernd etwas mit Fabrice zu tun haben will!
  • Fritz  Blasimann 13.01.2017
    es ist schon fragwürdig was da im Welschland alles läuft. Wennman so an die AHV Ausgleichskasse denkt, mehrer Justizfälle usw. Immer irgendwelche Skandale... wechselt endlich diese Berhördenführungen im grossen Stil aus! Was die uns Steuerzahler eins kosten mit ihren Leerläufen und Selbstbereicherungen ist ja kaum zu glauben!