Nahm er sich deshalb das Leben? Violier (†44) wurde Opfer von Weinbetrügern

LAUSANNE VD - Der Waadtländer Spitzenkoch Benoît Violier wurde Opfer eines Millionenbetrugs mit teuren Bordeaux-Weinen. Nahm er sich deshalb das Leben?

Starkoch Benoît Violier nahm sich am letzten Sonntag das Leben.     play
Benoît Violier.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Besuch in Genf Hier schnüffelt Bill Gates an einem Schweizer WC
2 Arbeitsunfall im Wallis Mann (†82) stürzt von Leiter – tot
3 Er rechnet mit dem «weltweiten Zusammenbruch» SVP-Freysinger holt...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
15 shares
16 Kommentare
Fehler
Melden

Update

Mittlerweile hat sich der Walliser Staatsanwalt zu Wort gemeldet und sagt, dass Violier nicht in den Betrugsfall verwickelt gewesen sei.

Am 31. Januar nahm sich Spitzenkoch Benoît Violier (†44) das Leben. Am Freitag fand in der Kathedrale in Lausanne der Abschiedsgottesdienst mit 1500 Menschen statt.

Heute machte das Westschweizer Wirtschaftsmagazin Bilan öffentlich: Violier war offenbar Opfer eines Schneeball-Investments mit teuren Spitzenweinen. Er habe eine erhebliche Summe Geld mit dem Investment verloren. Bilan spricht von einer Summe zwischen 800'000 Franken und 2 Millionen, die Violier verloren haben soll.

Die gleichen Flaschen zweimal verkauft

Im Zentrum der Affäre steht eine Walliser Gesellschaft mit zwei verurteilten Betrügern. Sie boten Flaschen von französischen Spitzenkellereien an. Nur: Die Flaschen mit einem Stückpreis zwischen 20'000 und 40'000 Franken wurden gleich mehrmals verkauft.

Betrüger B. und sein Kompagnon haben mit ihrem System insgesamt 20 Millionen Franken eingenommen – dem gegenüber standen Weine im Wert von insgesamt nur 10 Millionen. Schliesslich flog der Betrug auf.

Sah Violier deshalb keinen anderen Ausweg mehr, als den Freitod?

Publiziert am 06.02.2016 | Aktualisiert am 14.08.2016
teilen
teilen
15 shares
16 Kommentare
Fehler
Melden
Über 1500 Trauergäste Bewegender Abschied von Starkoch Violier

TOP-VIDEOS

16 Kommentare
  • Alban  Kastrioti 06.02.2016
    Schade. Ein wahrer Chef de Cuisine. Benoit war ein grosser Franzose.
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    06.02.2016
    Ein Spitzenkoch kann das perfekte Menu zubereiten, wenn er nicht über den entsprechenden Weinkeller verfügt bekommt er nicht einmal einen Stern. Und wenn er einen oder mehrere Sterne hat und dann publik wird das er Fälschungen eingelagert hat ist er seine Sterne wieder los. Michelin-Sterne bekommt man nur für die Kombination aus hervorragender Küche und exklusivem Weinangebot.
  • Beno  Müller 06.02.2016
    Schlimmer als Geld zu verlieren, ist Gesundheit oder das Leben zu verlieren. Selbstmord ist keine Lösung, vor allem wenn man Frau und Sohn hinterlässt.
  • Susanne  Reich 06.02.2016
    Falls dem so sein sollte, sind diese beiden Betrüger auch noch eine Art Mörder. Der Prozess wirds hoffentlich zeigen. Für ein Mal bin ich froh, dass Geld-Straftaten anscheinend härter geahndet werden als Körperverletzungen o.ä.
  • Claude  Marty 06.02.2016
    Die Namen der Betrüger und das Urteil würde viele interessieren !!
    • Betty  Rüdisüli 07.02.2016
      Der Blick ist mal wieder hinterher. Diese "Firma" ist mittlerweile in Konkurs und es wurde von den Anwälten bestätigt, dass Violier nicht zu den Geschädigten gehört.