Nachbarin zum Leichenfund in Orbe VD «Ich sah sie schon ewig nicht mehr»

ORBE VD - Der verstörende Leichenfund im Keller eines Hauses in Orbe VS gibt weiter Rätsel auf. BLICK weiss, wer in dem Horror-Haus wohnt. Nachbarn sprechen von einer zurückgezogen lebenden Familie.

Leichenfund in Orbe VD: Nachbarin hat Tote schon vermisst play
Makaberer Fund: Im Keller dieses Hauses fanden die Beamten die vergrabene Leiche. Gabriela Battaglia

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In diesem Haus in Orbe VD ist offenbar ein Verbrechen passiert. Die Polizei rückt am Samstagabend kurz nach 19 Uhr 30 an den Chemin du Suchet aus. Jemand gab den Hinweis, im Privathaus sei möglicherweise eine Leiche begraben. Stunden später folgt die traurige Bestätigung: Im Keller des Hauses finden die Beamten eine vergrabene Leiche.

Ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, wollen die Behörden derzeit nicht sagen. Auch nicht, ob es sich um ein Verbrechen handelt. «Die Todesumstände werden noch untersucht», sagt die Sprecherin der Waadtländer Kantonspolizei, Florence Maillard. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

BLICK weiss, wer in dem Horror-Haus wohnt. Es ist Didier M.* (51), von Beruf Koch. Der Waadtländer lebte seit mehr als zehn Jahren als Mieter in dem Haus, zusammen mit seiner Frau Mary-Lise (55) und Sohn Fabien (19). Heute Nachmittag ist niemand dort, nur in einem ausrangiertem Wohnwagen gackern ein paar Hühner.

Haus vor Kurzem verkauft

«Didier lebte jahrelang von Sozialhilfe», sagt eine Nachbarin. «Dann hatte er gar kein Geld mehr. Er zahlte etwa vier Jahre lang keine Miete.» Familie M. lebte zurückgezogen. «Ich sah die Frau das letzte Mal vor rund 2 Monaten», sagt die Nachbarin. «Didier sagte mir, sie gehe nach Korsika.» Das Horror-Haus wurde vor Kurzem verkauft.

Ein anderer Nachbar, der nebenan Tauben züchtet, erinnert sich: «Ich hörte das Paar ab und zu lautstark streiten. Die Frau habe ich schon länger nicht gesehen.»

Kam es zu einer Festnahme? Verhaftete die Polizei gar Didier M.? Auch diese Frage beantworten die Behörden derzeit nicht. Tatsache ist, dass Didier M. noch am Samstag mehrere lustige Posts mit Hunde- und Katzenvideos auf Facebook stellte. Seinen Beziehungsstatus gibt er dort mit «Getrennt» an.

«Ich sah ihn noch am Morgen», sagt die Nachbarin. «Es schaudert mich jetzt. Meine Hunde wollten in letzter Zeit immer an die Stelle, wo der Bagger die Erde umpflügte.» Wer der Polizei den Tipp gab, ist nicht bekannt.

Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
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  • Hans  Scheidegger 24.10.2016
    Ich wünsche den untersuchenden Ermittlungsbehörden, dass sie dieses mysteriöse Vorkommnis zügig und erfolgreich aufklären können. Wie es zum Beispiel im Mordfall Nadia A. im Tessin geschehen ist.