Makabere Juso-Aktion «Sofia starb, weil es keinen Nachtzug gab»

FREIBURG - Die Fribourger Jungsozialisten werben mit Skelett-Figuren für mehr Nachtverbindungen. Fehlende Nachtbusse würden das Leben gefährden.

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Sofia (16) soll gestorben sein, weil sie die Nacht durch warten musste. JUSO Freiburg

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Lustig-makabre Aktion der Freiburger Jungsozialisten: Die Rede ist von einer 16-jährigen Sofia. Sie soll an einem Samstagabend in Murten keinen Nachtbus oder Nachtzug gehabt haben. Ein Szenario, dass die meisten Landbewohner kennen und als Gelegenheit nutzen, eine Freinacht zu machen.

Nicht aber Sofia: «Sie musste wohl oder übel die Nacht in der Kälte und Hunger am Bahnhof verbringen, was sie offensichtlich nicht überlebt hat», so die Jusos. Bebildert wird der Facebook-Post mit einem Skelett, das einsam auf dem Perron eines Bahnhofs wartet.

Mit der Provokation will die Jungpartei für mehr Nachtverbindungen werben. «Es geht uns um die Solidarität mit den Bewohnern von Randregionen», so die Partei. Sie appelliert an Staatsräte und Grossräte ihre Wahlversprechen nicht zu vergessen und die Mittel für den öffentlichen Verkehr zu erhöhen. (mje)

Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016
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14 Kommentare
  • Martin  Matin 24.10.2016
    Herr Bünzli. Wir sind moderne Menschen, aber einfach das Gefühl haben, weil man Tag und Nacht nicht mehr unterscheiden kann, das Tram, Bus und Zug 24 H fahren sollen und die Allgemeimnheit soll dan zahlen. Das hat mit 50er Jahren nichts zu tun. Man kann auch nicht die Autobahnen Achtspurig machen wegen dem Stau, für nur 2-3 Stunden Stossverkehr. Zwischen Mitternacht und 6 Uhr schlafen normale Menschen. Jetzt wissen Sie was Sie sind.
  • Rolf  Wittwer 24.10.2016
    Ansonsten das Nachtleben als 14,15,16 jähriger Teenager voll bis in die frühen Morgenstunden geniessen, um dann bei auftretenden selbstverschuldeten Problemen, nachher laut und fingerzeigend auf die "schuldige Gesellschaft" zu zeigen. Merkwürdigerweise erscheinen viele "coole" Youngsters wenn es heikel wird, plötzlich wieder als unbeholfene und unselbstständige 8 - 10 Jährige.
    Oder leben inzwischen soviele Waisen mitten unter uns?
  • Marcel  Frey 24.10.2016
    Bin kein Fan der Juso - aber hier haben sie recht. Wenn man will, dass die Leute immer ÖV benutzen, so muss man die 24h Grundversorgung ernst nehmen.
    Beim Radio und TV hats die selben Argumente gegeben. Und siehe da - die Welt dreht sich doch. Wer will heut noch, dass um 23 oder 24 Uhr die Nationalhymne gespielt wird und man die Leute ins Bett schickt. Jetzt ist halt der ÖV an der Reihe.
    • Peter  Muster aus Koppigen
      24.10.2016
      Schlechter vergleich. Im tv kann man einfach widerholungen abspielen welche "nichts" kosten. Sohen sie schon mal eine livesendung um 3 uhr morgens auf srf? Ob der zug am tag mit 1000 leuten oder in der nacht mit 50 leuten runkurvt kostet leider gleich viel. Deshalb ist da vorsicht geboten.
  • Ruth  Weber 24.10.2016
    Im Zeitalter von Mobiltelefonen würde ein Anruf bei den Eltern genügen, um die 16jährige Tochter abzuholen (machten sich die Eltern keine Sorgen, warum die minderjährige Tochter nicht nach Hause kommt?). Eine solch junge Frau sollte um diese Zeit auch nicht alleine an einer Busstation stehen. Und in der Schweiz "erfriert" niemand einfach so im Ausgang.
  • Gil-Dominique  Matthey , via Facebook 24.10.2016
    Es gibt ja nicht nur die Partygänger. Es gibt auch noch Menschen die im Schichtdienst arbeiten und dann auch auf eine sinnvolle Anbindung an den ÖV angewiesen wären. Nicht jeder kann/will sich ein Auto leisten oder in der Gemeinde wohnen wo er arbeitet. Des weiteren wird ja von den Arbeitgebern immer mehr Flexibilität verlangt, also sollte das auch mit dem ÖV möglich sein. Es muss ja nicht jede 1/4 Stunde was fahren, einmal pro Stunde zwischen 24h00 und 05h00 würde doch reichen.