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Der frühere Kantonsrichter Jacques Reymond hat seinen Untersuchungsbericht abgeliefert. Aufgrund dieser Empfehlungen entlässt das Radio seinen ranghohen Mitarbeiter.
Dieser Schritt rechtfertige sich allein schon mit dem Ausmass, das die Affäre angenommen habe, teilte das Westschweizer Radio heute mit. Ausserdem habe der Fall zu grossen Spannungen innerhalb des Betriebs geführt.
Das Kadermitglied hatte 2005 kinderpornografische Bilder vom Internet runtergeladen. Der Informatiker Jorge Resende entdeckte die Fotos und meldete sie der Direktion. Sie verwarnte das Kadermitglied, sah aber von weiteren Schritten ab.
Resende selber machte die Geschichte letzten März publik. Er fand, dass seine Vorgesetzten den Fall unter den Tisch gekehrt haben. Für seinen Gang an die Öffentlichkeit wurde der Informatiker fristlos entlassen – Resende ging auf die Barrikaden (Blick.ch berichtete).
Laut Reymond zu recht. Der wiederholte Vertrauensbruch lasse ein Arbeitsverhältnis nicht mehr zu, hiess es. «Die beiden Entlassungen sind grundlegende Bedingungen, damit beim Radio wieder Ruhe einkehrt», sagte Reymond. Deshalb hat der RSR-Verwaltungsrat die Entlassung bestätigt. Er will Resende aber finanziell unterstützen und ihm bei der Stellensuche helfen.
Kritik muss RSR-Direktor Gérard Tschopp einstecken. Laut Reymond hat Tschopp im Krisenmanagement und in der Kommunikation Fehler gemacht. «Indem er den Fall wie ein Familiengeheimnis behandeln wollte, ging er grosse Risiken ein», so Reymond. Die Strukturen und die Prozesse auf Direktionsstufe müssten deshalb verbessert werden. Angesichts seines bisherigen Leistungsausweises könne aber Tschopp diese Reformen leiten. (SDA)
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Jorge Resende hat bei RSR nichts mehr verloren, so der Tenor nach der Untersuchung. (Keystone)